Immunsystem Gute Laune schützt vor Grippe

Wer richtig glücklich ist, braucht sich vor der nächsten Grippewelle nicht sonderlich zu fürchten. Positive Gefühle stärken die Abwehrkräfte. Den genauen Zusammenhang ermittelten jetzt amerikanische Forscher.

Für die Untersuchung haben US-Forscher der University of Wisconsin in Madison 52 Probanden fünf Minuten lang die schönsten und schlimmsten Momente ihres Lebens aufschreiben lassen. Dabei bestimmten sie laut ihrer Veröffentlichung im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" die Hirnströme sowie die Reaktionen des Körpers auf die Gefühle der Testpersonen. Anschließend wurden die Probanden gegen Grippe geimpft. Während der folgenden sechs Monate kontrollierten die Mediziner regelmäßig die Anzahl der Antikörper im Blut.

Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigten die Erwartungen der Forscher. Die Teilnehmer, die bei der Erinnerung an das schlimmste Ereignis die intensivsten Gefühle zeigten, entwickelten am wenigsten Antikörper. Außerdem war bei ihnen vor allem ein Teil der rechten Seite des Gehirns aktiv, der auch mit Depressionen in Verbindung gebracht werde.

Die amerikanischen Wissenschaftler vermuten daher, dass der so genannte präfrontale Kortex als Vermittler zwischen Emotionen und Immunabwehr wirkt. Diese Gehirnregion wird für emotionale Reaktionen auf Ereignisse verantwortlich gemacht. Positive Gefühle aktivieren den linken Teil des Kortex, negative den rechten. Bei Menschen mit positiver Gefühlslage reagierte das Immunsystem am besten auf die Grippeimpfung.

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