Interkontinentalflug Flügel-Mann peilt neuen Rekord an

Den Ärmelkanal hat er schon überquert, auch über die Schweiz ist er geflogen - nun will es der "FusionMan" wieder wissen: Mit einem Jetflügel auf dem Rücken will Yves Rossy von Marokko nach Spanien fliegen. Es wäre der erste Interkontinentalflug mit einem Jetflügel.

AFP/ Jet-man.com

Nur Fliegen ist schöner: Yves Rossy, der Mann, der nur mit einem Jetflügel auf dem Rücken fliegt, sucht eine neue Herausforderung. Vom marokkanischen Tanger aus will der Flügel-Mann in die spanische Stadt Atlanterra fliegen - und damit seinen ersten Flug zwischen zwei Kontinenten absolvieren. Die Distanz zwischen den beiden Städten beträgt Luftlinie etwa 35 Kilometer.

Erst letztes Jahr hatte Rossy erfolgreich den Ärmelkanal überquert. In nur 13 Minuten, mit einer Reisegeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern, war er die 35 Kilometer von Calais nach Dover gedüst. Rossy, der sich selbst "FusionMan" nennt, war 2004 der erste Mensch, der mit einem aufgeschnallten Triebwerksflügel einen Flug erfolgreich absolviert hatte.

Acht Jahre war der Militärflieger bei der Schweizer Armee gewesen, anschließend Co-Pilot und Kommandant bei den Fluggesellschaften Swissair und Swiss. Dann wollte er sich den ultimativen Fliegertraum erfüllen und ganz ohne Flugzeug fliegen - mit einem Gerät, das ein wenig so aussieht, als hätte es ein moderner Leonardo da Vinci erfunden: Zwei Tragflächen zum Anschnallen, vier Antriebsdüsen - fertig ist der Nur-Flügel-Mann.

Der Start erfolgt immer von einem Flugzeug aus, denn der Jetflügel ist 55 Kilogramm schwer. Die größte Schwierigkeit bestehe beim Start, erzählte Rossy im SPIEGEL-ONLINE-Interview: "Wenn alle vier Triebwerke im Leerlauf stabilisiert sind, gehe ich raus. Zuerst im freien Fall, und dann wird es anspruchsvoll: Ich muss den Körper aus dem Sturzflug langsam in eine horizontale Position bringen und gleichzeitig Gas geben. Dann kann ich sogar steigen. Wenn die Triebwerke erst einmal gut laufen, ist es leicht. Ab dann könnte auch meine Großmutter fliegen." Die Landung erfolgt per Fallschirm.

Vor seinem neuen Rekordversuch übte Rossy bereits den Notfall: Vor der spanischen Küste wurde er von einem Helikopter aus in die unruhigen Gewässer abgelassen. Dann tauchten zwei Rettungsleute hinter ihm her und sicherten ihn. Anschließend wurde er wieder in den Helikopter gezogen.

lub



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Liberty Valence 25.11.2009
1. Flieg
Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund, die Sonne brennt dort oben heiß, wer zu hoch hinaus will, der ist in Gefahr.
microsoftie 25.11.2009
2. Genial
Das ist sicher ein Riesenspass, aber leider bzgl. Preis und noetigem Koennen (noch) nichts fuer Jedermann.
Sveto 25.11.2009
3. verfehlete Wortwahl, falsche Erwartungen!
Zitat von sysopDen Ärmelkanal hat er schon überquert, auch über die Schweiz ist er geflogen - nun will es der "FusionMan" wieder wissen: Mit einem Jetflügel auf dem Rücken will Yves Rossy von Marokko aus die Straße von Gibraltar überfliegen. Es wäre der erste transkontinentale Flug mit einem Jetflügel. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,663311,00.html
Das wäre beileibe nicht "transkontinental" ("über einen Kontinent hinweg" bzw. "einen Kontinent über-/durchquerend" - etwa von New York nach L.A. - von der lateinischen Präposition "trans + Akkusativ" mit der Bedeutung "über", "durch") sondern "interkontinental" (zwischen zwei Kontinenten, von der lateinischen Präposition "inter + Akkusativ" mit der Bedeutung "zwischen").
mouve 25.11.2009
4. Rock'n'Roll!
Zitat von Liberty ValenceFlieg nicht so hoch mein kleiner Freund, die Sonne brennt dort oben heiß, wer zu hoch hinaus will, der ist in Gefahr.
"Live fast, die young" sag ich da nur. So ein Ding macht sicher unheimlich Laune.
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