Internationale Raumstation "Wunderschön und geräumig"

Die "Atlantis"-Besatzung soll einen Tag länger als geplant im All bleiben: In dieser Zeit wird die Internationale Raumstation von den Astronauten wohnlich eingerichtet.


Mit dem Schraubenzieher: Kommandant Terrence Wilcutt in "Swesda"
AP

Mit dem Schraubenzieher: Kommandant Terrence Wilcutt in "Swesda"

Houston - Nach einem Beschluss der Bodenkontrolle in Houston, Texas, werden die fünf Amerikaner und zwei Russen erst am Sonntagabend wieder von der Internationalen Raumstation (ISS) ablegen und am Mittwoch nächster Woche von ihrem Raumflug zurückkehren.

Am Mittwoch sorgte die "Atlantis"-Besatzung dafür, dass an Bord der Raumstation das Licht nicht ausgehen wird. Astronaut Dan Burbank und Kosmonaut Boris Morukow ersetzten eine Batterie im Kontrollmodul "Sarja". Eine zweite sollte am Mittwochabend ausgetauscht werden. Ed Lu und Jurij Malentschenko installierten drei Batterien in dem russischen Wohnmodul "Swesda".

Die Raumfahrer hatten "Swesda" am Dienstag bezogen und in den höchsten Tönen gelobt: "Es ist wunderschön und geräumig. Jeder Astronaut, den ich kenne, würde hier gern eine Weile verbringen", sagt "Atlantis"-Kommandant Terry Wilcutt.

Am Mittwoch betätigte sich Wilcutt als "Packesel": Mit den Kollegen Scott Altman und Rick Mastracchio räumte er weitere Ausrüstungsgüter aus der Raumfähre und einem russischen Versorgungsschiff in die ISS. Alles in allem müssen rund 2,7 Tonnen Versorgungsgüter und technische Ausrüstung bewegt werden.

Das erste ständige ISS-Team wird im November erwartet und soll den Ausbau der Station fortsetzen. Die Fertigstellung der Station soll noch fünfeinhalb Jahre dauern. Jeweils drei Wissenschaftler werden für mehrere Monate in der Raumstation leben und arbeiten.



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