Jesus-Statue: Zufallsfund im Hinterteil
Jesus-Statue Die Botschaft aus dem Hintern des Heilands
Es war eine Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte: Als sich in der Kirche Santa Águeda im spanischen Sotillo de la Ribera eine alte Jesus-Statue löste, mussten die Restauratorinnen ran.
Das Holz war rissig geworden, deshalb nahmen Gema Ramiréz und Ángeles Comba die Figur vorsichtig vom Kreuz, um die Statue zu reparieren. Doch hinter dem Riss, der sich am Po von Jesus gebildet hatte, verbarg sich ein Geheimnis.
Denn dort entdeckten die beiden Frauen einen Hohlraum. In ihm steckten alte vergilbte Zettel, vollgeschrieben mit schwarzer Tinte und der Datumsangabe aus dem Jahre 1777. Verfasst hatte sie offenbar Joaquín Mínguez, der ehemalige Kaplan der Kathedrale eines nahe gelegenen Ortes, etwa 180 Kilometer nördlich von Madrid.
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Offenbar hatte der Kirchenmann die Zettel in der Hoffnung versteckt, dass sie irgendwann einmal gefunden würden - es handelt sich um eine Art historischer Zeitkapsel, berichtet die spanische Zeitung "El Mundo". Darauf sind Angaben über das soziale Leben in der Region damals oder über Krankheiten wie etwa Typhus oder Sumpffieber, die grassierten.
"Der Autor schrieb auch, wo sich Schulen und Universitäten befanden und wie die Wirtschaft funktioniert hat", so ein Historiker, der die Dokumente analysiert hat. Auch der Künstler, der die Jesus-Statue geschaffen hat, wird erwähnt. Der Forscher spricht von einem sensationellen Fund, der nur über einen großen Zufall ein Vierteljahrtausend später gemacht werden konnte.
Die Zettel werden nun archiviert. Doch damit auch künftige Generationen solche Informationen finden können, wollen die Experten eine Kopie im Hinterteil von Jesus unterbringen, bevor die Kammer verschlossen und die Statue wieder aufgehängt wird.