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20. August 2015, 14:29 Uhr

Kalifornien

Dürre lässt Boden um bis zu fünf Zentimeter pro Monat absacken

Es ist die schlimmste Trockenperiode seit mehr als tausend Jahren in der Region - ihre Folgen lassen sich sogar aus dem All beobachten. Die Nasa hat nun herausgefunden, dass der Boden im Central Valley immer schneller sinkt.

Die anhaltende Dürre in Kalifornien lässt den Boden im Central Valley des Westküstenstaates schneller sinken. Wie die kalifornische Wasserbehörde unter Berufung auf eine Nasa-Studie mitteilte, führt der starke Zugriff auf das Grundwasser in dem landwirtschaftlich genutzten Tal an vielen Stellen zu starken Absenkungen der Bodenoberfläche. "Durch zunehmendes Abpumpen sind die Grundwasserstände auf eine Rekordtiefe gesunken, bis zu 30 Meter niedriger als frühere Tiefstände", teilte Mark Cowin, Leiter der Wasserbehörde, mit.

Als Folge davon würden bestimmte Landstriche schneller als bisher absinken. An einigen Stellen im San Joaquin Valley seien Senkungen von fünf Zentimetern pro Monat gemessen worden, heißt es in der Studie. Das könne neben Schädigung der Infrastruktur auch dazu führen, dass die unterirdischen Wasser-Reservoire zusammenschrumpfen und weniger Wasser aufnehmen und speichern können.

Video: Animation - Warum das Wasser knapp wird

Auf Bildern des kanadischen Satelliten "Radarsat-2" zeigen sich zwei Brennpunkte, in denen der Grund besonders stark absinkt. Betroffen sind die Gebiete um die Kleinstadt Corcoran und südlich der Ortschaft El Nido. Die Nasa-Experten werteten für ihre Studie außerdem Bilder des japanischen Satelliten "Palsar" aus. Dazu kamen Daten, die mithilfe unbemannter Drohnen gesammelt wurden. Für zukünftige Auswertungen will die US-Weltraumbehörde auch auf die frei zugänglichen Daten des europäischen "Sentinel-1"-Satelliten zurückgreifen.

Im kalifornischen Central Valley wird auf einer Länge von 700 Kilometern das meiste Obst und Gemüse in den USA produziert. 80 Prozent aller Mandeln der Welt kommen aus der fruchtbaren Region. Ein Großteil der Anbaufläche muss bewässert werden. Nach einer mehrjährigen Dürre im Westen der USA sind die Wasserreservoire auf einem Tiefstand - und das Central Valley ist der Brennpunkt der Wasserkrise.

Manche Bauern haben von sich aus zugesichert, den Wasserverbrauch drastisch zu senken. Vielerorts sind Bewohner der Region aber auch zur Selbsthilfe übergegangen, um die Wasserversorgung zu sichern. (Lesen Sie hier einen Artikel über Donna Johnson und ihre Arbeit in ihrem Heimatort East Porterville.) Die Behörden wollen das Wassersparen auch über Verbote durchsetzen - zum Beispiel durch das Abschalten öffentlicher Strandduschen.

chs/dpa

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