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»Klimabericht«-Podcast Warum wir die Erderwärmung nicht wahrhaben wollen

Ja zum Klimaschutz, aber nein zu Veränderungen: Warum fällt es vielen Menschen schwer, etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun? Darüber sprechen wir mit dem Psychologen und SPIEGEL-Kolumnisten Christian Stöcker.

Seit mehr als 30 Jahren liegen die Fakten auf dem Tisch: Die Klimakrise ist menschengemacht, sie verschwindet nicht von allein, und nur wir können die Erhitzung des Planeten aufhalten. Doch noch immer wird viel zu wenig für wirksamen Klimaschutz getan. Die Entscheider im Bundestag drücken sich vor wirksamen Klimaschutzmaßnahmen, manche Politiker bremsen bis heute, etwa beim Ausstieg aus der Kohlekraft.

Auch individuelle Verhaltensänderungen – also das, was die Bürgerinnen und Bürger persönlich machen könnten – fordern Politikerinnen und Politikern so gut wie nie. Niemand lässt sich gern etwas vorschreiben, und keine Partei möchte die Wählerschaft verschrecken. Deshalb bleibt Klimaschutz mit persönlichen Handlungsempfehlungen ein politisches Tabuthema. Obwohl wir längst wissen, was zu tun ist – in der Politik und im täglichen Leben: weniger Fleisch essen zum Beispiel, auf Flugreisen verzichten oder eben die Subventionen für fossile Brennstoffe streichen.

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»Die Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass wir uns selbst mit unserem Lebensstil in diese furchtbare Lage gebracht haben und weiter dazu beitragen, das ist ein sehr unangenehmer Gedanke«, sagt der Kognitionspsychologe und SPIEGEL-Kolumnist Christian Stöcker: »Da gibt es dann eine ganze Menge Mechanismen, um sich selbst vor diesem unangenehmen Gedanken zu schützen.« Gleichzeitig haben Industrie und Politik Mechanismen entwickelt, um feststehende Fakten in ein schlechteres Licht zu rücken.

»Zweifel säen, an etwas, das mich eigentlich zum Handeln zwingen müsste, ist eine sehr effektive Strategie«, sagt Stöcker, »wenn es um ein Risiko geht, dass irgendwo in der Zukunft liegt und nur ein Hauch eines Zweifels darüber besteht, ob dieses Risiko wirklich da ist, dann ist die Bereitschaft zu handeln besonders gering«, so Stöcker.

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So wirkt auch die Individualisierung der Klimakrise letztlich kontraproduktiv, denn wenn der löbliche Verzicht auf Flugreisen im Vordergrund steht, verblasst im Hintergrund das größere Problem fehlenden staatlichen Handelns: »Die großen Bretter, die wir angehen müssen, sind unsere Energieversorgung von der Kohle zu lösen und Rahmenbedingungen zu schaffen unter denen Geschäftsmodelle, die CO₂ erzeugen, nicht mehr lukrativ sind.«

Warum fällt es uns so leicht, die Klimakrise zu verdrängen? Kommt es wirklich auf den Verzicht des Einzelnen an? Oder ist das nicht vielmehr eine gesamtgesellschaftliche und politische Aufgabe? Die Antwort auf die Frage, warum wir die realen Gefahren des Klimawandels kleinreden, anstatt schnell zu handeln, hören Sie in dieser Episode des »Klimaberichts«, dem wöchentlichen SPIEGEL-Podcast zur Lage des Planeten.

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