Uno-Konferenz in Katowice Wer ist Klimasünder Nummer eins?

32 Länder sind für insgesamt 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. In manchen ist der Pro-Kopf-Ausstoß besonders hoch. Wer führt die schwarze Liste an?

Emissionen (hier: Minsk, Weißrussland)
TATYANA ZENKOVICH/EPA-EFE/REX

Emissionen (hier: Minsk, Weißrussland)

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2015 wurde der Vertrag von Paris als Sensation gefeiert. Auf der Uno-Klimakonferenz einigten sich damals 196 Staaten darauf, die Erderwärmung bis 2100 auf "deutlich unter zwei Grad" gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Ein riesiger Erfolg der Diplomatie. Die Sache hat allerdings einen Haken: Die Länder sollen freiwillig Emissionen reduzieren.

Derzeit treffen sich im polnischen Katowice wieder Regierungsvertreter und Klimaforscher auf der weltweit größten Klimakonferenz. Diesmal geht es um technische und juristische Details, die es ermöglichen sollen, den Pariser Vertrag umzusetzen (mehr dazu lesen Sie hier). Gleichzeitig scheint klar: Die großen Versprechen von 2015 sind schwer einzuhalten.

Laut einer Analyse des Climate Action Trackers (CAT) aus dem Dezember 2018 ergreifen von den darin berücksichtigten Staaten nur sieben ausreichende Maßnahmen, um die Erderwärmung laut gängigen Klimamodellen auf unter zwei Grad einzudämmen: Marokko und Gambia liegen demnach auf 1,5-Grad-Kurs. Bhutan, Costa Rica, Äthiopien, Indien und die Philippinen könnten bei unter zwei Grad rauskommen. Auf unter 1,3 Grad dürfte es dagegen kein Land schaffen (siehe Grafik).

Welche Staaten tun am meisten für den Klimaschutz?

Der Climate Action Tracker analysiert die Klimabemühungen von 32 Staaten, die für 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind.

 Gravierend: >4 °C
 Ungenügend: 3 °C bis 4 °C
 Mangelhaft: 2 °C bis 3 °C
 Kompatibel mit dem 2-°C-Ziel: 1,5 bis 2 Grad
 Kompatibel mit dem 1,5-°C-Ziel: 1,3 bis 1,5 Grad
 Vorbild: 0 bis 1,3 °C

Im Climate Action Tracker analysieren mehrere Forschungsorganisationen die Klimaschutzbemühungen von 32 Ländern und Staatengemeinschaften, die insgesamt für 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind. In der Vorhersage, um wie viel Grad die Durchschnittstemperatur nun genau steigt, gibt es - wie bei allen weit in die Zukunft reichenden Prognosen - Unsicherheiten. Deutlich wird aber, wie viel einzelne Staaten im Vergleich unternehmen, um ihre CO2-Emissionen zu senken.

Trump vermiest den USA die Prognose

Ausgerechnet die größten CO2-Emittenten der Erde, China und die USA, geben dabei ein schlechtes Bild ab. Allein diese beiden Staaten sind für mehr als 40 Prozent des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich, landen in der Analyse aber in der schlechtesten (USA) und zweitschlechtesten Kategorie (China). Dass sie das Zwei-Grad-Ziel erreichen, scheint demnach unwahrscheinlich.

Der hohe Kohlendioxidausstoß liegt zum Teil allerdings auch an der Bevölkerungsgröße der Staaten. In China leben ungefähr 1,4 Milliarden Menschen, in den USA 326 Millionen. Sie alle verbrauchen Energie und verursachen so im Jahr rund neun (China) und rund fünf (USA) Milliarden Tonnen CO2. Weltweit gelangen jährlich etwa 32 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Luft.

Uno-Klimakonferenz in Katowice

Vergleicht man dagegen den Pro-Kopf-Ausstoß der beiden Staaten - ein wesentlich aussagekräftigerer Wert -, liegt China weit hinter den USA. Auf jeden Amerikaner entfallen pro Jahr im Schnitt etwa 15 Tonnen CO2, während der Pro-Kopf-Ausstoß in China mit 6,5 Tonnen weniger als die Hälfte beträgt, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA) (Eine interaktive Weltkarte mit den weltweiten Pro-Kopf-Emissionen von 1971 bis heute finden Sie weiter unten im Artikel).

Staaten mit den höchsten CO2-Emissionen pro Kopf

Platz Land Tonnen/Einwohner Gesamtausstoß (Tonnen) Anteil am Gesamtausstoß
1 Katar 30,8 79 Mio. 0,24 %
2 Curaçao 25,9 4 Mio. 0,01 %
3 Kuwait 22,3 90 Mio. 0,28 %
4 Bahrain 20,8 30 Mio. 0,09 %
5 Vereinigte Arabische Emirate 20,7 192 Mio. 0,6 %
6 Gibraltar 19 0,6 Mio. 0 %
7 Saudi-Arabien 16,3 527 Mio. 1,63 %
8 Australien 16 392 Mio. 1,21 %
9 Trinidad und Tobago 15,5 21 Mio. 0,07 %
10 USA 15 4833 Mio. 15 %
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24 Deutschland 8,9 732 Mio. 2,26 %
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39 China 6,6 9057 Mio. 28 %
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104 Indien 1,6 2077 Mio. 6,43 %

Weltweiter CO2-Gesamtausstoß: 32,3 Milliarden Tonnen im Jahr 2016. Veröffentlichung der Internationalen Energieagentur IEA, 2018.

Der Staat mit den dritthöchsten CO2-Emissionen ist Indien mit einem Anteil am Gesamtausstoß von gut 6 Prozent. Dort liegt der Pro-Kopf-Ausstoß allerdings bei vergleichsweise geringen 1,6 Tonnen. Laut CAT-Analyse unternimmt Indien denn auch bereits genug, um laut aktuellen Prognosen zumindest das Zwei-Grad-Ziel erreichen zu können. Ganz anders sieht es dagegen in der Europäischen Union aus.

Zu viele Autos in Luxemburg

Die EU-Staaten treten bei den Klimaverhandlungen zusammen auf und setzen sich gemeinsame Ziele. Ihr Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß liegt bei knapp zehn Prozent. Der Pro-Kopf-Ausstoß beträgt etwa 6,2 Tonnen CO2 im Jahr. Deutschland belegt mit 8,9 Tonnen Platz fünf im EU-Ranking der größten CO2-Emittenten.

CO2-Emissionen pro Kopf

Ausstoß pro Person in Tonnen durch Nutzung fossiler Brennstoffe.

CO2-Emissionen pro Kopf: Ausstoß pro Person in Tonnen durch Verbrennung

Staat/Region 1971 '75 '80 '85 '90 '95 2000 '05 '10 '15 2016
1 Chile 2,16 1,64 1,92 1,62 2,23 2,58 3,16 3,34 4,01 4,5 4,67
2 Kanada 15,49 16,3 17,22 15,24 15,15 15,32 16,82 16,75 15,57 15,12 14,91
3 Mexiko 1,75 2,21 2,91 3,06 2,95 3,08 3,57 3,85 3,86 3,66 3,64
4 Vereinigte Staaten von Amerika 20,65 20,17 20,18 18,93 19,2 19,03 20,29 19,27 17,28 15,32 14,95
5 OECD-Staaten Amerika 16,2 15,74 15,71 14,55 14,57 14,46 15,5 14,86 13,45 12,07 11,8
6 Australien 10,86 12,85 13,96 13,84 15,03 15,66 17,36 18,18 17,42 15,72 16
7 Israel 4,52 4,75 4,86 5,74 7,04 8,09 8,7 8,45 8,98 7,69 7,46
8 Japan 7,15 7,6 7,44 7,16 8,39 8,86 8,87 9,11 8,62 9,07 9,04
9 Neuseeland 4,71 5,32 5,24 5,78 6,45 6,48 7,5 8,13 6,97 6,76 6,45
10 Südkorea 1,61 2,2 3,3 3,82 5,41 7,92 9,19 9,5 11,12 11,41 11,5
11 OECD-Staaten Asien und Ozeanien 6,21 6,8 7 6,94 8,25 9,21 9,72 10,05 10,11 10,27 10,29
12 Belgien 12,21 11,81 12,74 10,25 10,66 10,99 11,1 10,25 9,51 8,24 8,11
13 Dänemark 11,17 10,4 12,31 11,94 9,92 11,16 9,52 8,95 8,52 5,62 5,84
14 Deutschland 12,49 12,37 13,39 12,93 11,84 10,54 9,97 9,67 9,45 8,93 8,88
15 Estland 22,06 10,97 10,31 12,32 13,93 11,51 12,44
16 Finnland 8,64 9,38 11,48 9,85 10,8 10,91 10,55 10,47 11,56 7,74 8,28
17 Frankreich 8,07 7,85 8,25 6,21 5,94 5,78 5,99 5,89 5,25 4,39 4,38
18 Griechenland 2,81 3,73 4,64 5,43 6,81 7,24 8,14 8,66 7,5 5,97 5,85
19 Irland 7,27 6,66 7,61 7,47 8,59 9,06 10,76 10,67 8,67 7,62 7,87
20 Island 6,82 7,4 7,66 6,76 7,44 7,36 7,69 7,55 6,13 6,22 6,16
21 Italien 5,35 5,72 6,3 6,04 6,87 7,06 7,38 7,84 6,55 5,43 5,37
22 Lettland 7,05 3,58 2,89 3,39 3,86 3,46 3,47
23 Luxemburg 48,16 35,49 34,2 28,16 28,13 20,06 18,44 24,64 20,96 15,49 14,51
24 Niederlande 9,68 9,66 10,28 9,55 9,89 10,58 10,15 10,25 10,24 9,22 9,23
25 Norwegen 5,89 5,89 6,67 6,36 6,48 7,21 7,1 7,46 7,85 6,95 6,78
26 Österreich 6,48 6,53 7,2 6,96 7,33 7,49 7,72 9,04 8,17 7,24 7,2
27 Polen 8,76 9,96 11,69 11,35 9,07 8,71 7,57 7,76 7,98 7,35 7,63
28 Portugal 1,65 1,96 2,41 2,37 3,79 4,71 5,62 5,85 4,5 4,54 4,59
29 Schweden 10,13 9,65 8,8 6,99 6,09 6,45 5,86 5,44 4,91 3,79 3,83
30 Schweiz 6,14 5,74 6,15 6,39 6 5,84 5,79 5,88 5,51 4,51 4,53
31 Slowakei 8,53 9,11 11,2 10,54 10,35 7,69 6,83 6,92 6,37 5,43 5,56
32 Slowenien 6,77 7,07 7,06 7,72 7,54 6,21 6,58
33 Spanien 3,44 4,33 4,9 4,45 5,15 5,75 6,87 7,64 5,63 5,32 5,14
34 Tschechische Republik 15,61 15,4 16,27 16,95 14,49 11,92 11,8 11,57 10,7 9,45 9,6
35 Türkei 1,15 1,49 1,61 1,9 2,34 2,58 3,13 3,15 3,67 4,12 4,33
36 Ungarn 5,81 6,66 7,72 7,54 6,34 5,45 5,22 5,43 4,72 4,34 4,48
37 Vereinigtes Königreich 11,11 10,25 10,13 9,61 9,6 8,86 8,84 8,8 7,6 6,04 5,65
38 OECD-Staaten Europa 8,08 8,1 8,65 8,01 7,8 7,46 7,45 7,5 6,88 6,11 6,1
39 Albanien 1,77 1,8 2,55 2,34 1,73 0,58 1 1,27 1,35 1,33 1,28
40 Armenien 5,61 1,05 1,12 1,39 1,41 1,61 1,67
41 Aserbaidschan 7,47 4,21 3,39 3,46 2,6 3,19 3,22
42 Bosnien und Herzegowina 5,37 0,85 3,64 4,19 5,5 5,44 6,24
43 Bulgarien 7,48 8,41 9,6 9,17 8,55 6,27 5,16 6,07 6 6,1 5,68
44 Mazedonien 4,3 4,19 4,19 4,33 4,02 3,43 3,32
45 Georgien 6,97 1,72 1,05 0,97 1,27 2,26 2,37
46 Gibraltar 2,64 2,39 3,34 3,22 5,1 9,68 11,73 13,09 15,3 17,34 18,99
47 Kasachstan 14,51 10,78 7,53 10,36 13,55 12,83 12,92
48 Kosovo 3 3,89 4,9 4,78 5
49 Kirgistan 5,18 0,98 0,91 0,95 1,11 1,66 1,53
50 Kroatien 4,25 3,17 3,79 4,48 4,13 3,69 3,8
51 Litauen 8,71 3,7 2,92 3,75 3,98 3,63 3,75
52 Malta 2,16 2,14 3,13 3,45 6,54 6,31 5,46 6,49 6,22 3,81 3,1
53 Moldawien 8,26 3,24 1,8 2,17 2,22 2,13 2,17
54 Montenegro 3,27 4,18 3,79 3,39
55 Rumänien 5,6 6,6 7,97 7,69 7,25 5,18 3,84 4,35 3,69 3,51 3,45
56 Russische Föderation 14,59 10,44 10,06 10,33 10,71 10,18 9,97
57 Serbien 6,16 4,34 5,29 6,65 6,29 6,27 6,44
58 Tadschikistan 2,09 0,43 0,35 0,34 0,3 0,49 0,55
59 Turkmenistan 12,12 7,9 8,12 10,12 11,19 12,42 12,18
60 Ukraine 13,27 7,68 6 6,16 5,81 4,16 4,39
61 Usbekistan 5,6 4,15 4,62 4,1 3,42 2,83 2,68
62 Weißrussland 9,8 5,59 5,22 5,69 6,27 5,55 5,59
63 Zypern 2,83 3,28 5,09 5,14 6,79 7,83 9,14 9,62 8,87 6,97 7,39
64 Ehem. Sowjetunion 7,98 9,82 11,12 11,15
65 Ehem. Jugoslawien 3,09 3,54 3,87 5,28
66 Nicht-OECD-Staaten Europa und Eurasien 7,41 9,05 10,28 10,37 11,5 7,67 7 7,36 7,54 7 6,94
67 Ägypten 0,56 0,65 0,92 1,28 1,36 1,28 1,43 1,88 2,1 2,13 2,14
68 Äthiopien 0,05 0,04 0,04 0,03 0,05 0,04 0,05 0,06 0,07 0,1 0,11
69 Algerien 0,58 0,81 1,43 1,86 1,98 1,92 1,97 2,33 2,65 3,27 3,14
70 Angola 0,23 0,26 0,3 0,27 0,32 0,27 0,28 0,31 0,65 0,71 0,68
71 Benin 0,1 0,14 0,11 0,11 0,05 0,04 0,21 0,34 0,5 0,5 0,52
72 Botswana 1,26 2,04 2,03 2,33 2,31 1,62 3,2 3,09
73 Demokratische Republik Kongo 0,13 0,11 0,12 0,11 0,09 0,03 0,02 0,02 0,03 0,04 0,03
74 Elfenbeinküste 0,44 0,46 0,41 0,3 0,22 0,22 0,38 0,32 0,31 0,42 0,44
75 Eritrea 0,25 0,18 0,15 0,11 0,12 0,12
76 Gabun 0,79 1,17 1,77 2,03 0,96 1,21 1,19 1,24 1,62 1,68 1,69
77 Ghana 0,22 0,24 0,2 0,17 0,17 0,19 0,26 0,3 0,43 0,51 0,45
78 Kamerun 0,11 0,14 0,19 0,24 0,23 0,18 0,18 0,17 0,25 0,26 0,26
79 Kenia 0,28 0,26 0,27 0,23 0,24 0,21 0,25 0,21 0,27 0,3 0,32
80 Republik Kongo 0,41 0,38 0,38 0,36 0,26 0,19 0,15 0,23 0,42 0,54 0,52
81 Libyen 1,67 3,28 5,46 5,48 5,83 6,66 6,86 7,42 7,79 6,73 6,88
82 Mauritius 0,31 0,47 0,59 0,6 1,1 1,38 2,05 2,41 2,93 3,14 3,2
83 Marokko 0,4 0,54 0,68 0,72 0,79 0,96 1,02 1,29 1,43 1,59 1,57
84 Mosambik 0,31 0,23 0,2 0,12 0,08 0,07 0,07 0,07 0,1 0,18 0,25
85 Namibia 1,08 1 1,23 1,41 1,57 1,64
86 Niger 0,06 0,05 0,08 0,1 0,09
87 Nigeria 0,1 0,17 0,35 0,38 0,3 0,3 0,36 0,41 0,35 0,46 0,46
88 Sambia 0,78 0,87 0,56 0,39 0,32 0,22 0,16 0,18 0,12 0,21 0,22
89 Senegal 0,28 0,33 0,37 0,33 0,28 0,28 0,36 0,41 0,42 0,5 0,53
90 Simbabwe 1,35 1,17 1,11 1,12 1,6 1,33 1,09 0,79 0,66 0,75 0,64
91 Südafrika 6,8 7,9 7,17 6,76 6,63 6,27 6,25 7,82 7,98 7,46 7,41
92 Südsudan 0,17 0,14
93 Sudan 0,22 0,2 0,19 0,18 0,2 0,15 0,16 0,25 0,34 0,4 0,48
94 Tansania 0,1 0,09 0,08 0,07 0,07 0,08 0,08 0,13 0,13 0,22 0,19
95 Togo 0,16 0,13 0,14 0,09 0,15 0,14 0,19 0,17 0,32 0,25 0,26
96 Tunesien 0,72 0,86 1,24 1,32 1,48 1,54 1,82 1,93 2,19 2,27 2,21
97 Andere Staaten in Afrika 0,12 0,13 0,15 0,11 0,11 0,11 0,12 0,12 0,14 0,15 0,15
98 Afrika 0,67 0,78 0,83 0,85 0,84 0,8 0,81 0,93 0,95 0,96 0,95
99 Bangladesch 0,04 0,06 0,08 0,08 0,11 0,14 0,16 0,22 0,33 0,44 0,45
100 Brunei Darussalam 2,93 8,69 13,6 13,09 12,59 15,16 13,29 13,21 17,64 14,3 14,94
101 Indien 0,32 0,35 0,38 0,48 0,61 0,73 0,84 0,94 1,28 1,55 1,57
102 Indonesien 0,21 0,29 0,46 0,51 0,74 1,04 1,21 1,41 1,49 1,76 1,74
103 Kambodscha 0,14 0,16 0,2 0,32 0,52 0,59
104 Malaysia 1,16 1,33 1,72 2,11 2,75 3,88 4,96 6,07 6,75 7,18 6,93
105 Mongolei 6,12 5,88 4,45 3,74 4,35 5,21 5,74 5,93
106 Myanmar 0,17 0,13 0,15 0,15 0,1 0,16 0,2 0,22 0,16 0,36 0,4
107 Nepal 0,02 0,02 0,04 0,03 0,05 0,08 0,13 0,12 0,15 0,2 0,29
108 Nordkorea 4,67 4,83 6,19 6,86 5,76 3,5 3,05 3,15 2 0,89 1
109 Pakistan 0,27 0,3 0,31 0,4 0,52 0,65 0,68 0,75 0,76 0,8 0,79
110 Philippinen 0,65 0,71 0,69 0,54 0,61 0,82 0,87 0,83 0,82 1,02 1,11
111 Singapur 2,87 3,73 5,24 6,07 9,51 10,66 10,46 8,88 8,72 7,98 8,07
112 Sri Lanka 0,22 0,2 0,25 0,22 0,22 0,3 0,56 0,69 0,62 0,93 0,99
113 Taiwan 2 2,53 4,01 3,59 5,49 7,28 9,77 11,19 11,05 10,71 10,98
114 Thailand 0,43 0,5 0,71 0,81 1,43 2,35 2,42 3,06 3,32 3,61 3,55
115 Vietnam 0,37 0,35 0,28 0,3 0,26 0,38 0,57 0,96 1,45 1,84 2,02
116 Andere Staaten in Asien 0,38 0,42 0,54 0,34 0,31 0,3 0,32 0,37 0,47 0,68 0,93
117 Asien (ohne China) 0,4 0,44 0,53 0,6 0,74 0,9 1,02 1,16 1,38 1,59 1,61
118 China 0,93 1,12 1,39 1,55 1,84 2,41 2,46 4,15 5,83 6,64 6,57
119 Hongkong 2,28 2,44 2,89 4,09 5,84 5,93 6,05 6,07 5,98 6,01 6,09
120 China inkl. Hongkong 0,93 1,13 1,4 1,56 1,86 2,43 2,47 4,16 5,83 6,64 6,57
121 Argentinien 3,39 3,27 3,39 2,89 3,04 3,35 3,76 3,82 4,22 4,39 4,35
122 Bolivien 0,47 0,64 0,75 0,69 0,75 0,91 0,85 0,99 1,38 1,7 1,86
123 Brasilien 0,9 1,2 1,39 1,15 1,23 1,4 1,67 1,66 1,88 2,19 2,01
124 Costa Rica 0,67 0,83 0,9 0,71 0,84 1,27 1,15 1,28 1,46 1,44 1,54
125 Curaçao 90,15 60,33 50,15 24,58 14,1 13,23 26,77 27,16 19,11 29,59 25,92
126 Dominikanische Republik 0,75 1,01 1,09 0,96 1,03 1,42 2,06 1,88 1,92 2,04 2,1
127 Ecuador 0,56 0,85 1,31 1,29 1,3 1,46 1,44 1,74 2,15 2,28 2,14
128 El Salvador 0,35 0,46 0,35 0,33 0,4 0,82 0,88 1,04 0,95 1,02 1,07
129 Guatemala 0,39 0,47 0,58 0,39 0,35 0,56 0,74 0,81 0,7 0,93 0,98
130 Haiti 0,08 0,08 0,11 0,13 0,13 0,12 0,16 0,21 0,21 0,3 0,3
131 Honduras 0,4 0,42 0,46 0,39 0,44 0,63 0,69 0,97 0,92 1,03 1
132 Jamaika 2,91 3,67 3,03 2 2,99 3,32 3,69 3,75 2,46 2,44 2,51
133 Kolumbien 1,18 1,14 1,26 1,27 1,34 1,45 1,34 1,24 1,31 1,62 1,77
134 Kuba 2,35 2,56 3,1 3,19 3,22 2,06 2,45 2,22 2,6 2,34 2,03
135 Nicaragua 0,6 0,66 0,56 0,49 0,44 0,55 0,71 0,75 0,75 0,84 0,86
136 Panama 1,59 1,78 1,47 1,2 1,04 1,49 1,61 2,03 2,43 2,69 2,52
137 Paraguay 0,23 0,25 0,42 0,39 0,46 0,73 0,62 0,6 0,75 0,86 0,95
138 Peru 1,12 1,2 1,18 0,92 0,88 0,97 1,02 1,04 1,4 1,56 1,62
139 Suriname 3,08 3,31 3,22 3,74 3,42
140 Trinidad und Tobago 5,62 4,53 5,87 5,68 6,47 6,51 7,97 13,53 16,83 15,92 15,47
141 Uruguay 1,81 1,89 1,83 1 1,16 1,36 1,53 1,55 1,77 1,86 1,84
142 Venezuela 3,85 4,2 5,43 4,86 4,71 4,78 4,75 5,14 5,91 4,51 4,03
143 Andere Nicht-OECD-Staaten Amerika 3,13 4,03 3,66 3,17 4,09 4,13 4,77 4,73 5,22 5,83 5,87
144 Nicht-OECD-Staaten Amerika 1,48 1,63 1,81 1,55 1,61 1,74 1,93 1,98 2,22 2,35 2,25
145 Bahrain 13,15 19,59 20,11 21,72 21,53 23,86 23,82 23,13 20,59 21,92 20,8
146 Irak 1,01 1,33 1,92 2,44 3 4,71 2,99 2,71 3,38 3,61 3,76
147 Iran 1,33 2,08 2,29 3,06 3,05 4,04 4,72 5,93 6,69 6,97 7,02
148 Jemen 0,19 0,26 0,43 0,49 0,52 0,62 0,75 0,92 0,95 0,42 0,33
149 Jordanien 0,75 1,04 1,82 2,58 2,58 2,67 2,79 3,14 2,62 2,6 2,52
150 Katar 18,83 30,05 31,17 28,8 26,12 32,81 35,91 38,4 31,17 31,28 30,77
151 Kuwait 17,53 14,74 19,27 21,13 13,24 20,08 22,58 28,44 25,69 23,01 22,25
152 Libanon 1,95 2,22 2,55 2,47 2,04 4,22 4,33 3,63 4,2 3,89 3,86
153 Oman 0,34 0,82 1,95 3,76 5,61 6,67 9 10,03 13,93 15,15 14,27
154 Saudi-Arabien 2,08 3,03 10,21 8,93 9,26 10,23 11,3 12,47 15,28 16,84 16,34
155 Syrien 0,83 1,1 1,38 1,84 2,19 2,17 2,26 2,92 2,69 1,39 1,42
156 Vereinigte Arabische Emirate 8,83 8,88 18,45 25,62 27,9 28,44 25,31 24,27 18,69 20,38 20,69
157 Mittlerer Osten 1,49 2,1 3,43 4,06 4,2 5,16 5,44 6,34 7,24 7,64 7,58
158 G7 13,37 13,23 13,51 12,67 12,99 12,93 13,59 13,29 12,11 11,02 10,82
159 G8 13,29 12,48 12,98 12,79 11,88 10,89 10,68
160 G20 4,59 4,55 4,66 5,15 5,52 5,59 5,52

Quelle: IEA, 2018

Die auf der Karte gezeigten Staaten weichen in folgenden Fällen von den eigentlichen Werten ab:
- Wert für Jugoslawien bis 1989* in Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien (* Slowenien bis 1985).
- Wert für Serbien in Kosovo von 1990 bis 1999, in Montenegro von 1990 bis 2004.
- Wert für die Sowjetunion bis 1989 in Armenien, Aserbaidschan, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Lettland, Litauen, Moldawien, Russische Föderation, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan und Weißrussland.
- Durchschnittswert für übrige afrikanische Staaten in Äquatorialguinea, Burkina Faso, Burundi, Dschibuti, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde, Komoren, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Mauretanien, Ruanda, São Tomé und Príncipe, Seychellen, Sierra Leone, Somalia, Swasiland, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik.
- Durchschnittswert für amerikanische Nicht-OECD-Staaten in Barbados, Bahamas, Belize, Guyana, St. Kitts und Nevis, St. Vincent und die Grenadinen.
- Durchschnittswert für übrige asiatische Staaten in Afghanistan, Bhutan, Laos und Osttimor.


Den höchsten CO2-Ausstoß pro Kopf in der EU hat Luxemburg mit 14,5 Tonnen im Jahr. Mehr als neun Tonnen entfallen auf den Straßenverkehr - auch das ist ein Rekord in Europa. Zum Vergleich: In der gesamten EU liegt der Anteil des Straßenverkehrs an den Pro-Kopf-Emissionen bei 1,7 Tonnen, in Deutschland sind es 1,9 Tonnen.

Konsum in Deutschland erhöht den CO2-Ausstoß in China

Teilweise ist der extrem hohe Wert auf den Tanktourismus zurückzuführen. Weil Benzin in Luxemburg deutlich günstiger ist als in Deutschland, fahren Menschen aus angrenzenden Städten häufig zum Tanken über die Grenze. Die Verschiebung der Emissionen durch solche Effekte ist weltweit ein Problem: Ein in China produziertes Handy, das in Deutschland verkauft wird, verschlechtert Chinas CO2-Bilanz.

Im Fall von Luxemburg lässt sich der hohe Kohlendioxidausstoß allerdings nicht allein auf die Tankbesucher schieben. Nirgends sonst in Europa haben die Menschen so viele Autos. Auf 1000 Einwohner kommen 662 Pkw. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 555.

Für die EU-weiten CO2-Emissionen spielt der Verkehr dagegen nicht die größte Rolle. Den größten Posten macht die Wärme- und Elektrizitätserzeugung aus. Experten sehen dort großes Einsparpotenzial.

Die Forscher des Climate Action Trackers kritisieren unter anderem, dass CO2-Zertifikate zu günstig gehandelt werden und somit für Firmen ein zu geringer Anreiz besteht, alte Technologien durch klimafreundliche zu ersetzen. Zudem würden einige Ziele nicht mit genug Nachdruck verfolgt, heißt es. Dazu zähle etwa das Vorhaben, den Energieverbrauch durch effizientere Technologien bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren.

Das Zögern der Staaten zeigt sich auch in der Entwicklung der Emissionen weltweit. Zuletzt ist der weltweite CO2-Ausstoß wieder gestiegen, berichteten Forscher am Mittwoch (die Grafik zeigt die offiziellen IEA-Werte bis 2016). 2018 könne ein neues Rekordjahr werden, hieß es, vor allem, weil mehr Öl und Gas verbrannt worden seien.

Dabei müssten die weltweiten Emissionen laut Weltklimarat bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2010 um 45 Prozent fallen. Nur so ließe sich die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen. Spätestens bis 2050 müsste die Kohlendioxidbilanz bei null liegen. Realistisch ist das nur, wenn nachträglich CO2 wieder aus der Luft entfernt wird, allerdings fehlt dafür bislang die geeignete Technik (mehr dazu lesen Sie hier).

insgesamt 61 Beiträge
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Seite 1
dr.nick 13.12.2018
1. Soll keine Entschuldigung sein, aber
ist die Betrachtung nicht etwas zu vereinfacht? Länder die keinen so kalten Winter haben sind von Natur aus im Vorteil. Dort fällt der Energiebedarf für das Heizen viel geringer aus. Es will doch hier keiner bei 10 Grad in der Wohnung sitzen. Da kann man mit guter Dämmung bestimmt viel machen aber es wird in nördlichen Ländern immer mehr geheizt werden. Meiner Meinung nach müßte dieser Umstand mit herangezogen werden. Ich weiß, dass das dem Klima egal ist, aber wenn man von einer fairen Beurteilung sprechen möchte gehört dieser Aspekt wohl dazu. Ansonsten muss sich im Bewußtsein etwas ändern. Es muss chick werden die Energie optimal zu nutzen und Effizienz muss "Geil" werden.
mullertomas989 13.12.2018
2. Ein interessantes Experiment...
...in Luxemburg! Dort wird ja der Öffentliche Verkehr in Zukunft für den Bürger kostenlos angeboten. Es wird interessant sein, wie sich die Zahlen entwickeln.... Allerdings werden dort viele Bürger auch ins Ausland reisen - dennoch wird diese Entscheidung das Maximum an Ersparnissen möglich machen.
StefanZ. 13.12.2018
3. Eine Kategorisierung fehlt in den Aufstellungen
Danke für den Artikel. Die Daten liefern interessante Einblicke. Aber wie leider immer noch üblich getraut sich niemand daran eine andere Rechnung aufzustellen. Was nötig ist, ist die zunächst einmal die Berechnung der Bevölkerungszahl, die ein Land mittels seiner Landwirtschaftsfläche und darauf verfügbaren eigenen natürlichen erneuerbaren Ressourcen ernähren kann. Die Berechnung darf nicht mogeln, sondern muss dabei auch einen sehr großen Teil der Landfläche für unberührte Natur vorsehen und nicht den letzten Quadratmeter zum Acker machen. Danach gilt es dann die Gesamtheit der Landesemissionen durch diese Soll-Bevölkerungsgröße zu dividieren. Nur auf dieser Basis können wir ernsthaft vergleichen und solidarische Hausaufgaben verteilen. Alles andere ist nichts anderes als ein Äpfel- mit Birnenvergleich und hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.
KaWeGoe 13.12.2018
4. Die Frage ist relativ leicht zu beantworten !
Rezept: - Man nehme die Co2-Emissionen jedes Landes, seit die CO2-Konzentration die 300 ppm-Grenze überschritten hat. - dividiere die ermittelte Gesamt-CO2-Emission durch die aktuelle Anzahl der Menschen im jeweiligen Lande - sortiere die liste in absteigender Reihenfolge Voila - schon hat man die Liste, in der die Länder gemäß ihrem Anteil an der Klima-Katastrophe der Größe nach auftauchen. Sollte mich wundern, wenn die westlichen Industrienationen nicht an der Spitze stünden.
huz6789 13.12.2018
5. Fliegen: Klimakiller Nr. 1
Alles fliegt für ein paar Euro mit den Billigfliegern - am besten noch für 3 Tage Stadt-Tourismus. Die Pro-Kopf-CO2-Bilanz eines einzigen Fluges - selbst im Vergleich zum Auto - ist ABSOLUT VERHEEREND. Durch eine äußerst drastische, empfindliche Umweltsteuer könnte Fliegen wieder das Kosten, was es wirklich kostet. Und das können die Regierungen entscheiden. Natürlich geht jetzt wieder die Diskussion los, dass dann die weniger Betuchten sich keinen Sonnenurlaub mehr leisten können. Dazu ist aber festzhalten, dass Umweltschutz und die Zukunft der Menschheit keine Frage ist, die mit anderen Problem der Gerechtigkeit verknüpft werden darf. Einfach, weil es ums Überleben geht. Und nicht um meinen nächsten Städtetrip.
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