Klima-Bilanz Was bringt der Verzicht auf Auto, Reisen, Fleisch?

Jeder kann dazu beitragen, die Erderwärmung zu stoppen. Nur wie viel machen Fleisch- und Autoverzicht tatsächlich in der Treibhausgas-Bilanz aus? Probieren Sie es aus.
Fahrrad statt Auto - lohnt sich das fürs Klima?

Fahrrad statt Auto - lohnt sich das fürs Klima?

Foto: imago/ Ikon Images

Die Prognosen sind düster. Ob sich die Erderwärmung auf maximal zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit wird eingrenzen lassen, ist umstritten. Einige Inselstaaten fürchten ohnehin, dass die Grenze nicht reicht, um ihren Boden vor dem Untergang im Meer zu schützen. Zudem hat US-Präsident Donald Trump entschieden, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. Sein Land liegt bei den CO2-Emissionen nach China weltweit immerhin auf Platz zwei.

Umso wichtiger erscheint es, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Laut dem CO2-Rechner des Umweltbundesamts (UBA)  produziert jeder Bürger in Deutschland durchschnittlich 11,6 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr. Zur besseren Vergleichbarkeit wird die Klimawirkung von anderen Treibhausgasen wie Methan oder Lachgas in Kohlendioxid (CO2) umgerechnet. Experten sprechen dann von CO2-Äquivalenten.

Umweltschutzorganisationen rufen deshalb dazu auf, bewusster einzukaufen, am besten saisonal und regional. Sie empfehlen, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Städter sollten aufs Auto verzichten. Häuser werden saniert, um weniger Öl und Gas zu verbrauchen; Kippschalter an Mehrfachsteckdosen, die auch dem letzten Gerät im Standby den Saft abdrehen, gehören bei vielen zum Standard.


Hintergrund zum CO2-Rechner

Die Daten stammen vom Statistischen Bundesamt und sind in der Regel etwa zwei Jahre alt. Die Firma "KlimAktiv" kümmert sich gemeinsam mit Forschern vom Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg um die Berechnungen für den CO2-Rechner.


Viele der Maßnahmen lohnen sich unabhängig vom Klimaschutz, weil sie Geld sparen. Aber lässt sich so auch die Welt retten?

Mithilfe der Schieberegler unten können Sie schätzen, wie die jeweilige Maßnahme die Treibhausgas-Bilanz eines Menschen in Deutschland verändert - und erfahren anschließend, was sie tatsächlich nutzt. Sie starten dabei immer mit dem Durchschnittswert von 11,6 Tonnen CO2-Äquivalent und raten, auf welchen Wert sich dieser erhöht oder verringert.

Die eingefärbten Balken in den Antworten zeigen an, wie andere Nutzer getippt haben. Alle Angaben beziehen sich auf einen Mann im Alter zwischen 30 und 59 mit einem Gewicht von 72 Kilo.