Knochenfund in Spanien Forscher entdecken Opfer einer prähistorischen Schlacht

Aus einer Höhle bei Barcelona haben Archäologen die mehr als 4000 Jahre alten Knochen von 160 Menschen zu Tage gefördert. Anscheinend starben die Ur-Spanier bei einem Kampf.

In Spanien haben Wissenschaftler ein ungewöhnliches Massengrab freigelegt: Es enthielt die Überreste von 160 Menschen, die offenbar bei einer Schlacht vor über 4000 Jahren ums Leben kamen. Die Knochen befanden sich in einer Grabstätte, die in einer Höhle bei Barcelona in den Felsen geschlagen worden war.

Über die Umstände des prähistorischen Kampfes wissen die Experten zwar nichts. Sie halten es jedoch für erwiesen, dass die Menschen bei einer Schlacht getötet wurden. Dies zeige sich daran, dass die Knochen von Männern und Frauen stammten, die im Alter von 12 bis 20 Jahren starben - selbst in der damaligen Zeit sei die Lebenserwartung normalerweise höher gewesen.

Ein Fund dieser Art sei in Spanien einzigartig, erklärten die Wissenschaftler am Dienstag. Insgesamt förderte das Team 25.000 menschliche Knochen sowie etwa 60 Pfeilspitzen zu Tage. Die Forscher gehen davon aus, dass die Grabstätte nur einmal für die Opfer der vorgeschichtlichen Schlacht benutzt wurde.

Ein Archäologe des Museums der Stadt Mataró hatte die Höhle 1995 durch Zufall entdeckt. Er hatte sich über Steinbrocken gewundert, die vor dem verschütteten Eingang aufgestellt waren und seit langem Spaziergängern als Rastplatz gedient hatten. Die Grabungen, deren Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden, nahmen acht Jahre in Anspruch.

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