Körperzierde Formel berechnet Alterung von Tattoos

Markante Formen bleiben erhalten, Details verschwimmen: Berechnungen eines britischen Forschers zeigen, wie sich Tätowierungen verändern. Großen Einfluss haben Schwermetalle in den Farben der Tattoos.
Tätowierungen: Wann zerfallen die schönen Bildnisse?

Tätowierungen: Wann zerfallen die schönen Bildnisse?

Foto: © Nicky Loh / Reuters/ REUTERS

London - Die Veränderungen von Tätowierungen auf menschlicher Haut lassen sich nach Darstellung eines britischen Wissenschaftlers mit einem mathematischen Modell vorhersagen. Hinsichtlich der Gesundheit werde dazu vor allem der Einfluss der in Tätowierfarben enthaltenen Schwermetalle Quecksilber, Blei, Nickel und Zink untersucht, schreibt Ian Eames von der Universität UCL in London in der Zeitschrift "Mathematics Today".

Tattooträger wie Angelina Jolie oder David Beckham könnten sich damit ausrechnen lassen, wie sich ihre Tätowierungen in Abhängigkeit von der Beschaffenheit ihrer Haut und der Einwirkung von Sonnenstrahlung binnen 20 Jahren verändern.

"Es ist bereits umfangreich untersucht worden, wie sich die Farbpartikel über einige Monate verhalten, aber man weiß viel weniger über ihre langfristige Entwicklung", erläutert Eames. Daher entwickelte er nach Beobachtung einer Anzahl von Tätowierungen eine Formel, die er später auf andere Tattoos anwendete, um deren Entwicklung vorherzusagen. Dazu nutzte Eames frühere Erkenntnisse über den Weg der Farbe nach der Injektion in die Haut.

Während einige Farbpartikel sofort vom Immunsystem vernichtet werden, gelangen andere in Hautzellen und bleiben dort, bis die Zellen sich teilen oder absterben. "Generell verschwimmen die Details der Tattoos dabei zuerst, während die markanten Formen länger erhalten bleiben", fasste Eames das Ergebnis seiner Untersuchung zusammen.

boj/AFP
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