Körperzierde Formel berechnet Alterung von Tattoos

Markante Formen bleiben erhalten, Details verschwimmen: Berechnungen eines britischen Forschers zeigen, wie sich Tätowierungen verändern. Großen Einfluss haben Schwermetalle in den Farben der Tattoos.

Tätowierungen: Wann zerfallen die schönen Bildnisse?
REUTERS

Tätowierungen: Wann zerfallen die schönen Bildnisse?


London - Die Veränderungen von Tätowierungen auf menschlicher Haut lassen sich nach Darstellung eines britischen Wissenschaftlers mit einem mathematischen Modell vorhersagen. Hinsichtlich der Gesundheit werde dazu vor allem der Einfluss der in Tätowierfarben enthaltenen Schwermetalle Quecksilber, Blei, Nickel und Zink untersucht, schreibt Ian Eames von der Universität UCL in London in der Zeitschrift "Mathematics Today".

Tattooträger wie Angelina Jolie oder David Beckham könnten sich damit ausrechnen lassen, wie sich ihre Tätowierungen in Abhängigkeit von der Beschaffenheit ihrer Haut und der Einwirkung von Sonnenstrahlung binnen 20 Jahren verändern.

"Es ist bereits umfangreich untersucht worden, wie sich die Farbpartikel über einige Monate verhalten, aber man weiß viel weniger über ihre langfristige Entwicklung", erläutert Eames. Daher entwickelte er nach Beobachtung einer Anzahl von Tätowierungen eine Formel, die er später auf andere Tattoos anwendete, um deren Entwicklung vorherzusagen. Dazu nutzte Eames frühere Erkenntnisse über den Weg der Farbe nach der Injektion in die Haut.

Während einige Farbpartikel sofort vom Immunsystem vernichtet werden, gelangen andere in Hautzellen und bleiben dort, bis die Zellen sich teilen oder absterben. "Generell verschwimmen die Details der Tattoos dabei zuerst, während die markanten Formen länger erhalten bleiben", fasste Eames das Ergebnis seiner Untersuchung zusammen.

boj/AFP

insgesamt 6 Beiträge
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Bala Clava 28.04.2011
1. Omelette Surprise
Zitat von sysopMarkante Formen bleiben erhalten, Details verschwimmen: Berechnungen eines britischen Forschers*zeigen, wie sich Tätowierungen*verändern. Großen Einfluss haben Schwermetalle in den Farben der Tattoos. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,759528,00.html
Das ist das Schöne an Wissenschaft: Immer für eine Überraschung gut. Wer hätte das gedacht? Spontan hätte ich doch glatt getippt, dass die markanten Formen als Erstes verschwinden, während die filigranen Details ewig halten. Gut, dass wir solche engagierten Forscher haben.
hatnennachnamen 28.04.2011
2. Da gebe ich Recht...
... allzu erstaunlich sind die Ergebnisse in der Tat nicht. Gibts schon Computersimulationen wie Jolie und Beckham dann mal aussehen werden?
7eggert 28.04.2011
3. .
Da wurde nun mit öffentlichen Geldern eine Anwendung geschrieben, mit der man sehen kann, wie das Arschgeweih in 20 Jahren aussieht, aber statt damit Millionen von Menschen zu schützen, in dem man das Programm veröffentlicht, erfahren wir hier nur, daß das Programm existiert.
pascal 66, 28.04.2011
4. Falls es mal ein Tatoo gäbe...
Zitat von hatnennachnamen... allzu erstaunlich sind die Ergebnisse in der Tat nicht. Gibts schon Computersimulationen wie Jolie und Beckham dann mal aussehen werden?
...welches einen im Alter wirklich besser aussehen ließe - würde ich vielleicht doch mal in Versuchung geraten? (Wahrscheinlichkeit annähernd Null, bin ich mir fast sicher...)
ph!, 29.04.2011
5. Unglaublich Überzeugender Titel
Zitat von 7eggertDa wurde nun mit öffentlichen Geldern eine Anwendung geschrieben, mit der man sehen kann, wie das Arschgeweih in 20 Jahren aussieht, aber statt damit Millionen von Menschen zu schützen, in dem man das Programm veröffentlicht, erfahren wir hier nur, daß das Programm existiert.
Ist nunmal Wissenschaft, kein Ingenieurswesen. Beispiel Zahlentheorie: Jahrhundertelang reine intellektuelle Selbstbefriedigung, und seit kurzen macht man damit ein Heidengeld. Woher wissen Sie eigentlich das genau diese Studie mit öffentlichen Geldern bezahlt wurde? Vielleicht wurde das Programm ja nicht veröffentlicht weil irgendein Wurzelzwerg für so sinnlose Forschung gibt es nix Kohle? Immer schön das Offensichtliche hinterfragen, sonst gäbe es keine Relativitätstheorie, und ohne würde kein GPS funktionieren. Artikel mit Bildbeispiel: http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/2011/apr/28/tattoo-formula-faded-body-art Womit der Herr Eames sonst noch so seine Zeit verschwendet: http://www.mecheng.ucl.ac.uk/research/thermofluids/fluid-mechanics/?p=publications
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