Kopflose Skelette Angelsachsen richteten Wikinger öffentlich hin

Es war wohl die Rache für die ständigen Überfälle: In einem britischen Massengrab hatten Archäologen Dutzende enthauptete Skelette gefunden. Nun sind sie sich sicher: Es waren Wikinger und sie wurden von den Angelsachsen hingerichtet.
Skelettfund in Dorset: Die Knochen stammen von Wikingern

Skelettfund in Dorset: Die Knochen stammen von Wikingern

Foto: HO/ AFP

Sie kamen als harte Kerle übers Wasser und endeten kopflos in einem Massengrab in Britannien: Archäologen haben nun die im Juni 2009 in der britischen Grafschaft Dorset entdeckten Leichen ohne Kopf als Wikinger identifiziert. Isotopenanalysen der Zähne von zehn der 51 Leichen hätten ergeben, dass ihre Nahrung sehr fleischhaltig gewesen sei und der skandinavischer Völker dieser Zeit entspreche.

Die Archäologen rund um Jane Evans und Carolyn Chenery vom NERC Isotope Geosciences Laboratory in Nottingham datieren die Knochen auf die Jahre zwischen 910 und 1030 nach Christus. Es spreche einiges dafür, dass die Wikinger von Angelsachsen vor Publikum hingerichtet worden seien, so Evans. Die Wikinger hatten die Angelsachsen immer wieder überfallen.

Im Juni 2009 war das Massengrab bei Bauarbeiten für eine Umgehungsstraße in der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands entdeckt worden. Projektleiter David Score erklärte: "Es ist relativ selten, ein Massengrab zu finden, aber eines in dieser Größenordnung, aus dieser Zeit, ist sehr ungewöhnlich und bietet unglaubliche Möglichkeiten, mehr darüber herauszufinden, was damals in Dorset geschah." Die Wissenschaftler hoffen auch auf neue Erkenntnisse zum dem Lebensstil, der Ernährung, der allgemeinen Gesundheit und den Aktivitäten der Wikinger. Vermutlich stammten sie aus verschiedenen Regionen Skandinaviens.

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