Lebensziel "Popularisierung der Mathematik"

Der Gießener Wissenschaftler Albrecht Beutelspacher  fordert einen spielerischen Umgang mit der Mathematik. "Wir müssen in den Schulen vermitteln, dass Mathe kein toter Formelzirkus ist", sagte der Gewinner des Communicator-Preises 2000.

Die Mathematik sei längst nicht so schwierig, wie sie vielfach empfunden werde. "Das liegt daran, dass in der Schule das Fach oftmals nur an Hand von Formeln unterrichtet wird." Mathematik sei aber "etwas Lebendiges im Alltag, was in der Schule nicht rüberkommt", weiß Beutelspacher.

"Mein Geheimrezept ist es, die Dinge mit einer persönlichen Geschichte transparent zu machen." Gerade mit Experimenten könne Mathematik konkret und plastisch werden. "Man muss Situationen inszenieren und nicht von oben herab belehren", meint der Preisträger. Auf diese Weise könne "eine Tür zur Mathematik geöffnet werden."

Beutelspacher lehrt an der Universität Gießen und will seine Forschungstätigkeit auf sein Fachgebiet beschränken. "Mein Lebensinhalt ist derzeit die Popularisierung der Mathematik". Das Preisgeld in Höhe von 100.000 Mark wolle er in ein geplantes Mathematikmuseum investieren. Es soll in einem Jahr in Gießen eröffnen.