Malaria Resistenz-Gen lokalisiert

Australische Wissenschaftler glauben, das Gen entdeckt zu haben, das für die zunehmende Resistenz des Malaria-Erregers verantwortlich ist. Sogar neue Medikamente sollen durch Mutationen in diesem Gen schon teilweise außer Gefecht gesetzt worden sein.

Brisbane - Laut der im Fachmagazin "Nature"  veröffentlichten Studie ist ein vom entdeckten Gen codiertes Protein namens Pgh1 verantwortlich für die zunehmende Resistenz des Plasmodiums gegen Anti-Malaria-Medikamente.

Alan Cowman, der Leiter des Forschungsprojekts, berichtet, dass eine Mutation im lokalisierten Gen letztlich für die mangelnde Wirksamkeit von Chemotherapeutika verantwortlich sei. So habe sich gezeigt, dass phrophylaktische Mittel wie Mefloquin, Chinin und Halofantrin versagten. Auch Chloroquin werde praktisch nutzlos.

Als alarmierend werteten die Wissenschaftler vom Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research in Melbourne, dass es beim Erreger auch schon Anzeichen von Resistenz gegen die neue Generation von Medikamenten wie z.B. Artemsinin gebe. Dies ist nach Aussage von Cowman ein ernst zu nehmendes Warnzeichen, da der Parasit schneller resistent werde, als neue Medikamente entwickeln werden könnten.

Die Lokalisierung des Gens, das das für die Resistenz entscheidende Protein codiert, könnte ein entscheidender Schritt bei der Bekämpfung von Malaria sein. "Wenn wir Pgh1 blockieren könnten, würden möglicherweise Medikamente wie Chloroquin wieder wirksam", meint Cowman.