"Marie"-Instrument Strahlende Eindrücke

Wenn - vielleicht in 20 Jahren - die ersten Menschen auf dem Mars landen, müssen sie auf alles vorbereitet sein. Deshalb soll bereits jetzt die zu erwartende kosmische Strahlung gemessen werden.

Niemand kann behaupten, die Experten der Nasa würden sich bei der Benennung ihrer Sonden und Experimente nicht genug Mühe geben. "Martian Radiation Environment Experiment" heißt die Anordnung, die die kosmische Strahlung beim Flug zum Roten Planeten vermessen soll. Das klingt wenig spektakulär, einfallsreich ist dagegen die obligatorische Abkürzung: "Marie". Denn genau wie bei der Entdeckerin des Radiums, Marie Curie, dreht sich auch beim Mars-Experiment alles um die Radioaktivität.

Eine Frage stellt sich den Nasa-Verantwortlichen dabei besonders: Welcher Strahlenbelastung sind Astronauten während des Fluges zum Mars und während eines möglichen Aufenthaltes auf dem Roten Planeten ausgesetzt. Dabei müssen zwei Arten von Strahlungsquellen beachtet werden: hochenergetische, von der Sonne ausgestrahlte Teilchen und kosmische Strahlung aus den Tiefen des Universums. Besonders die schweren, energiereichen Partikel können menschliches Gewebe stark schädigen.

Um die drohende Gefahr abschätzen zu können, soll "Marie" bereits auf der Reise kontinuierlich die Belastung messen. Zu diesem Zweck ist das Gerät mit entsprechendem Speicher ausgestattet, der die Messergebnisse sammelt und bei passender Gelegenheit zurück zur Erde sendet. Da die zu untersuchenden Strahlen entsprechend durchdringend sind, wurde das nur drei Kilogramm schwere Experiment im Innern der Sonde montiert.

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