Marsmission Bye, bye, Polar Lander!

Nach einem letzten erfolglosen Kontaktversuch hat die Nasa die Suche nach der vermissten Marssonde Polar Lander eingestellt. Nun soll eine Untersuchungskommission die Ursachen für das Verschwinden der Sonde klären - und das Marsprogramm der US-Raumfahrtbehörde überprüfen.

Pasadena - Auch der letzte Versuch der Kontaktaufnahme endete am Montag ohne Ergebnis. Damit gibt es endgültig keine Hoffnung mehr, die 165 Millionen Dollar teure Mission zum roten Planeten noch zu retten. In den vergangenen Wochen versuchten Techniker immer wieder, den Grund für das Schweigen der Raumsonde herauszufinden, die am 3. Dezember auf dem Mars landen sollte.

Zum Verlust des Polar Lander gibt es zwar keine gesicherten Erkenntnisse, aber viele Hypothesen: So könnte die Sonde auf dem Rand eines Krater aufgesetzt haben und umgefallen sein. Sie könnte schon vor dem Eintritt in die Atmosphäre explodiert sein, möglicherweise hat auch ihr Funksystem versagt. Bisher blieben auch alle Versuche, den Bremsfallschirm der Sonde zu orten, ohne Erfolg.

"Wir sind alle möglichen Ursachen durchgegangen", erklärte Cook. "Offensichtlich haben wir den Fehler nicht gefunden, aber wir haben es versucht." Die US-Raumfahrtbehörde will weiter nach einer Erklärung für den Fehlschlag suchen - und das gesamte Marsprogramm auf den Prüfstand stellen. Zu überdenken gibt es genug: Bereits im September war der Mars Climate Orbiter durch einen peinlichen Rechenfehler verloren gegangen.

Wie es nach den zwei gescheiterten Missionen mit dem Marsprogramm weitergeht, ist derzeit noch nicht klar. Zwei weitere Sonden sollen im kommenden Jahr gestartet werden. Eine Raumsonde, die den Mars umkreisen solle, werde es auf jeden Fall geben, erklärte Cook. Über eine weitere Landung auf dem Mars werde noch gesprochen.

Auch wenn die Fehlerquelle beim Polar Lander bislang nicht gefunden wurde, wird die Untersuchungskommission Empfehlungen für künftige Missionen abgeben. Wahrscheinlich wird sie der NASA raten, auch während der Phase des Eintritts in die Atmosphäre und während der Landung den Kontakt zur Sonde aufrechtzuerhalten, was bei den vergangenen Missionen nicht der Fall war. Der Bericht der Kommission wird Mitte März erwartet.

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