Maya-Ruinen Pyramide im Dickicht

In der Nähe eines Sees im dichten Dschungel von Honduras legten Wissenschaftler Ruinen der Maya-Kultur frei. Sie sprechen von "spektakulären Gebäuden und Pyramiden". Um Touristen anzulocken, soll ein Archäologie- und Naturpark entstehen.


Der Herr vom Tourismus-Institut (l) präsentiert: Den zukünftigen Park
DPA

Der Herr vom Tourismus-Institut (l) präsentiert: Den zukünftigen Park

Los Naranjos/ Honduras - Ein schmaler Pfad führt in das Dickicht des Dschungels. Unter und neben dem Feld der Maya-Nachfahren - das haben Wissenschaftler aus aller Welt bereits vor zehn Jahren bestätigt - schlummern Relikte der Ureinwohner Mittelamerikas: Ruinen mit womöglich wertvollen Schätzen.

Nun soll in Los Naranjos an dem See Yojoa ein Archäologie- und Naturpark entstehen, der nach seiner Eröffnung in voraussichtlich einem Jahr zu einer Touristenattraktion werden soll. Experten sprechen von einer "fantastischen Stadt mit spektakulären Gebäuden und Pyramiden". Manche ziehen sogar bereits den Vergleich zu der Ruinen-Stadt Copán im Westen des Landes.

Die Ausgrabungsstätte Copán ist das bisher wichtigste Zeugnis der Maya-Kultur in Honduras. Rund 500.000 Touristen besuchen die Jahrhunderte alten Tempelanlagen jährlich.

Die gesamte Mayawelt erstreckt sich vom Süden Mexikos über Guatemala und das heutige Belize bis nach Honduras und El Salvador. Viele Schätze werden noch unter der Erde vermutet.

Im Urwald bei Los Naranjos sind Archäologen und Arbeiter noch dabei, die Zeugnisse der Maya- und Lencakultur freizulegen. Die Stadt am See mit Tempeln und Palästen für Priester und Adel wurde ähnlich wie Copán etwa 800 bis 900 Jahre nach Christi Geburt von den Bewohnern verlassen. Forscher rätseln noch heute, warum.

Mit dem neuen Ausgrabungsort hofft Honduras, dem Tourismus im Land auf die Sprünge zu helfen. Der Park soll spätestens nach seiner Eröffnung für internationale Schlagzeilen sorgen.



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