Nachhaltigkeit im Alltag So eine Schweinerei

Nein, es geht nicht um kompletten Verzicht. Selbst wenn jeder seinen Fleischkonsum halbieren würde, könnte die Umwelt profitieren. Im Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN lernen Sie, Ihren Speiseplan umzubauen.
Foto: Clara de Villiers/SPIEGEL WISSEN

Das achtwöchige Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN setzt an Punkten an, mit denen Sie leicht und ohne viel Zeitaufwand Ihren Alltag so verändern können, dass die Umwelt effektiv geschützt wird. Dies ist die fünfte Ausgabe.

Beim Thema Fleisch scheiden sich die Geister: Vielen Menschen fällt es eher leicht, wenig davon zu essen. Weil sie es nicht mögen. Oder weil sie sich vor Fleisch aus Massentierhaltung ekeln. Andere lieben das regelmäßige Stück Steak oder Wurst auf dem Teller und empfinden den Verzicht darauf als schwierigste Herausforderung auf der Nachhaltigkeitsliste.

Diese Woche wird also für echte Fleischfans nicht ganz einfach. Aber bedenken Sie: Wenn jeder seinen Fleischkonsum um mehr als die Hälfte senkt, kann man damit quasi die Welt retten, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen bekommt so jedenfalls eine reelle Dimension. Sie müssen ja nicht komplett verzichten.

Foto: DER SPIEGEL

Mehr zum Thema in SPIEGEL WISSEN 2/2017

Paradies Erde
Wie wir unseren Lebensraum retten

SPIEGEL WISSEN bei Amazon: Heft 2/2017 Abo SPIEGEL WISSEN

Machen Sie diese Woche einfach nur folgenden Versuch:

Basisübung

Essen Sie nur an zwei Tagen Fleisch, natürlich aus Biohaltung. Damit das gelingt, machen Sie am besten einen groben Speiseplan, was Sie in dieser Woche essen wollen. Legen Sie zum einen fest, welche Fleischgerichte Sie essen wollen. Und überlegen Sie sich zum anderen ein paar fleischlose Alternativen, zum Beispiel Nudeln mit Tomatensauce, Falafel, Pizza, Salat, Gemüsesuppe. Die kleine Planung hilft, Ihr Vorhaben umzusetzen. Falls Sie noch Anregungen für fleischlose Gerichte brauchen: Die Rezept-Webseite Regional-saisonal.de  hat sich auf nachhaltige Gerichte spezialisiert. Oder Sie versuchen es mit der "Schlemmervariante", Rezepten nach einem guten vegetarischen Kochbuch.

Wichtig: Vegetarier, Fleisch-Hasser und Wenig-Fleisch-Esser wiederholen in den nächsten Tagen die Übung aus Woche eins: Kaufen Sie noch einmal saisonal und regional ein. In dieser Woche gibt es heimische Mirabellen, Pfirsiche, Heidelbeeren, Erdbeeren und Kirschen!

Weiterführender Tipp

Wenig aus dem Meer. Fisch ist gesund, aber ökologisch gesehen ist es sinnvoll, sich auch hier auf etwa zwei Mahlzeiten pro Woche zu beschränken. Und: Gucken Sie, welcher Fisch unbedenklich ist. Es gibt Apps, die bei der Auswahl helfen .

Nutzen

Was bringt das für die Umwelt? Wenn Sie das Fleischessen auch nur ein bisschen einschränken, schützt effektiv die Umwelt. Im folgenden Video erklärt SPIEGEL-Wissenschaftsredakteur Philip Bethge, was passieren wird, wenn wir unseren Fleischkonsum nicht verringern:

DER SPIEGEL
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.