Nachhaltigkeit im Alltag Zwei Schritte ins umweltschonende Leben

Duschen statt Baden, mal auf ein neues Gadget verzichten, Gemüse regional und saisonal kaufen: Welche Schritte fallen leicht, welche schwer? Im Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN wird zum Abschluss Bilanz gezogen.
Foto: Clara de Villiers/SPIEGEL WISSEN

Das achtwöchige Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN setzt an Punkten an, mit denen Sie leicht und ohne viel Zeitaufwand Ihren Alltag so verändern können, dass die Umwelt effektiv geschützt wird. Dies ist die achte und letzte Ausgabe.

Sie haben sich nun zwei Monate lang mit Nachhaltigkeit beschäftigt und ausprobiert, wie es ist, ganz praktisch das eigene Leben umweltfreundlicher zu gestalten. Natürlich können Sie nicht an all diesen Punkten weitermachen - das wäre zu viel auf einmal.

In dieser Woche geht es deshalb darum, darüber nachzudenken, welche der Nachhaltigkeitsübungen aus unserem Training dazu taugen, in Ihrem Alltag einen festen Platz zu finden. Denken Sie immer daran: Wenige Dinge, die Sie zuverlässig verändern, sind viel effektiver als zehn kleine Veränderungen, die Sie nicht durchhalten - und vielleicht auch gar nicht wollen. Deshalb ist es wichtig, eine klare Bilanz zu ziehen.

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Basis-Übung

Such Dir eins aus. Hier finden Sie noch einmal alle Übungen und Anregungen, die Sie in den vergangenen Wochen zumindest zum Teil ausprobiert haben. Wählen Sie zwei aus, die Sie besonders einfach und gut fanden, und zwei, die Sie nicht gemacht haben oder sehr schwer und mühsam fanden:

  • Gemüse und Obst regional und saisonal kaufen
  • Saisonkalender-App herunterladen
  • Genauer gucken, woher frische Produkte kommen
  • Duschen statt baden
  • Mit Restwärme kochen
  • Mehrfachsteckdosen verwenden und konsequent ausschalten
  • Zu Ökostrom-Anbieter wechseln
  • Geplante Anschaffungen verschieben oder stornieren
  • Second-Hand-Waren kaufen
  • Ausrangierte Gegenstände ins Sozialkaufhaus bringen
  • Drei Mal in der Woche mit dem Fahrrad oder Bus und Bahn fahren
  • Nach Flugreisen die Emission "kompensieren"
  • Überwiegend vegetarisch essen
  • Auf Haben-Wollen-Produkte, etwa neue Gadgets, verzichten
  • Kleidung von Fair-Trade-Anbietern einkaufen
  • Stofftaschen statt Plastiktüten benutzen
  • Mehrwegflaschen und -becher aus Glas kaufen
  • Keinen Coffee to go trinken
  • Produkte mit Mikroplastik durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen.

Haben Sie zwei Tipps ausgewählt, die Sie gut und einfach fanden? Dann überlegen Sie sich nun, ob Sie diese in den Alltag übernehmen wollen. Diese zwei zu neuen Gewohnheiten zu machen - das wäre ein großer Schritt. Experimentieren Sie einfach noch eine Weile damit.

Sind Ihnen auch zwei Punkte aufgefallen, die Ihnen schwergefallen sind oder die Sie gar nicht gemacht haben? Das macht nichts. Registrieren Sie einfach, dass Sie diese Sachen nervig oder schwierig finden, und überlegen Sie an dieser Stelle kurz, warum das so sein könnte. Und dann erlauben Sie sich selbst, sich mit dem Thema erst einmal nicht zu beschäftigen. Vielleicht kommen Sie ja irgendwann darauf zurück.

Weiterführender Tipp

Es geht noch was. Wer Lust hat, das Thema Alltags-Nachhaltigkeit noch mehr zu vertiefen, der findet im Buch "Dein Weg zur Nachhaltigkeit: 350 praktische Tipps für den Alltag" von unseren Experten Leena Volland und Florian Schreckenbach zahlreiche weitere leicht umsetzbare Ideen.

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Schreckenbach, Florian, Volland, Leena

Dein Weg zur Nachhaltigkeit: 350 praktische Tipps für den Alltag

Verlag: BoD – Books on Demand
Seitenzahl: 208
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Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihrem nachhaltigen Alltag.

Das SPIEGEL-WISSEN-Team