Nachhaltigkeit im Alltag Das plastikfreie Leben

Mit Rucksack und Stofftasche zum Einkaufen - das ist eine einfache Idee für weniger Plastik. Aber auch an nicht so offensichtlichen Stellen lässt sich viel verändern. Hier gibt's die Tipps im Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN.
Foto: Clara de Villiers/SPIEGEL WISSEN

Das achtwöchige Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN setzt an Punkten an, mit denen Sie leicht und ohne viel Zeitaufwand Ihren Alltag so verändern können, dass die Umwelt effektiv geschützt wird.

Im Moment bemühen sich viele Menschen, Plastik zu vermeiden. "Das Bewusstsein für dieses Thema ist in den letzten Jahren enorm gestiegen", sagt Leena Volland von Nachhaltig-sein.info . Sie haben womöglich auch schon Abschied von ein paar alten Gewohnheiten genommen. In dieser Woche zeigen wir Ihnen weitere Möglichkeiten, wie Sie dem plastikfreien Leben näher kommen können.

Foto: DER SPIEGEL

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Basisübung

Einfach ersetzen. Unten haben wir eine Checkliste für Sie vorbereitet. Sie enthält mehrere Vorschläge, wie Sie Plastikmüll im Alltag effektiv vermeiden können. Gehen Sie nun die Liste durch und entscheiden Sie sich spontan für zwei unserer Tipps, die Sie in den nächsten Tagen konsequent umsetzen wollen. Gehen Sie dabei nach dem Lustprinzip vor - verfolgen Sie das, was Ihnen leichtfällt und Spaß macht:

  • Rucksack und Stofftaschen statt Plastiktüten beim Einkaufen verwenden.
  • Obst- und Gemüse nicht mehr in eine extra Plastiktüte packen.
  • Egal ob Joghurt, Milch oder Wasser - nehmen Sie lieber die Mehrwegverpackung aus Glas statt Kunststoff.
  • Trinken Sie Leitungswasser statt Mineralwasser aus Plastikflaschen.
  • Kaufen Sie ein Stück Seife statt einem Plastikseifenspender.
  • Kein Coffee to go. Und wenn, dann nur im selbst mitgebrachten Becher.
  • Taschentücher im Kartonspender statt in Plastik.

Haben Sie zwei Punkte ausgewählt? Gut. Dann probieren Sie es aus. Was Sie auf jeden Fall schon jetzt tun können: Stecken Sie sich einen Stoffbeutel in die Aktentasche, in den Rucksack oder in die Handtasche. Wenn Sie zwischendurch einkaufen, kommt Beutel statt Plastiktüte zum Einsatz.

Weiterführender Tipp

Man sieht es kaum. In Peelings, Waschmitteln und verschiedensten Kosmetika wird Mikroplastik verwendet. Diese winzigen Plastikkügelchen verschmutzen das Wasser und sind kaum abbaubar. Klicken Sie im Folgenden eine Liste vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland an. Sie informiert darüber, in welchen Produkten Mikroplastik enthalten ist. Schauen Sie nun nach, welche Ihrer Lieblingsprodukte Mikroplastik enthalten . Falls es mehrere sind: Suchen Sie eins aus, das Sie ersetzen können. Wichtig: Vielen fällt es leicht, beim Waschmittel Alternativen zu finden. Hier gibt es schon einige gute Möglichkeiten, etwa von Ecover .

Nutzen

Was bringt es der Umwelt? Wenn Sie weniger Plastik nutzen und damit auch weniger Plastikmüll produzieren, dann bewirken Sie viel.

  • Sie fördern den Tierschutz, denn Mikroplastik und Plastik sind eine Gefahr für die Tiere, die es mit Futter oder auch Nestbaumaterialien verwechseln, sich darin verfangen - und verenden.
  • Sie helfen beim Schutz von Meeren und Gewässern, denn Plastik landet meist im Meer.
  • Sie schonen Ressourcen, denn Plastik wird aus Erdöl hergestellt.

In dieser Woche ist das neue SPIEGEL WISSEN auf den Markt gekommen. Dieses Mal geht es um das Thema "Wird er 150? Wie die Wissenschaft das Leben verlängern will".