Nasa Odyssee zum Mars im nächsten Jahr

Orientierung am historischen Vorbild, das scheint das Motto bei der Nasa zu sein. Die neue Mission zum roten Planeten soll "2001 Mars Odyssey" heißen, in Anlehnung an einen bekannten Science-Fiction-Film. Ein gutes Omen?

Im März nächsten Jahres soll es mal wieder losgehen, Richtung Mars. Scott Hubbard, Chef des Nasa-Marsprogramms, verkündete in Washington nun auch, unter welchem Namen das passieren soll. "2001 Mars Odyssey" wird die Mission heißen, mit der die Raumfahrtbehörde ihre magere Mars-Bilanz der letzten Jahre aufbessern will.

Der Name ist, wie unschwer zu erkennen, entlehnt vom SciFi-Klassiker "2001: Odyssee im Weltraum". Dessen Autor Arthur C. Clark sei auch gleich Feuer und Flamme für den Vorschlag gewesen, lässt die Nasa wissen.

So weit so gut. Doch wird das Vorbild der "Odyssee im Weltraum" der Nasa Glück bringen? Wir erinnern uns: im Film zeichnet sich der Zentralcomputer des Raumschiffs, HAL 9000, dadurch aus, dass er den Anweisung der Crew nicht so recht Folge leisten will, und die gesamte Besatzung bis auf den Commander Dave (Keir Dullea) umbringt. Erst der schafft es, dem Amok laufenden Rechner peu à peu die Platinen rauszuziehen und ihn so lahm zu legen.

Eigentlich sollten die Marssonden im nächsten Jahr unbemannt fliegen. Menschenleben wären also durch einen möglicherweise fehlerhaften Bordcomputer nicht gefährdet. Allerdings ist dann auch kein rettender Dave in Sicht, der die Maschine wieder zur Räson bringen könnte.

Doch wenn die Computer allein vor sich hin arbeiten, dann gibt es bei der Nasa eine nicht zu vernachlässigende Chance, dass die Missionen scheitern - "Mars Climate Orbiter" und "Mars Polar Lander" lassen grüßen. Das heißt also, ein Mensch muss mit zum Mars. Und wer könnte das anderes sein als Dave, der seine Qualitäten bereits hinlänglich bewiesen hat: Ihre Mission, Mister Dullea.

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