Neue Studie Viel Schlaf macht schlank

Abnehmen im Schlaf - das sollte durchaus wörtlich verstanden werden, behaupten amerikanische Forscher in einer neuen Studie. Demnach neigen Langschläferinnen weniger zu Fettleibigkeit als Frauen mit wenig Schlaf - obwohl sie mehr essen.

Überflüssige Kilos einfach wegschlafen - das könnte einer US-Studie zufolge mehr als ein Wunschtraum gegen zu viel Hüftgold sein. Frauen mit höchstens fünf Stunden Schlaf nahmen mit der Zeit mehr an Gewicht zu als Frauen mit mindestens sieben Stunden Nachtruhe.

Der Unterschied betrug in zehn Jahren durchschnittlich 0,7 Kilogramm, und die Kurzschläferinnen hatten zudem ein 15 Prozent höheres Risiko für Fettleibigkeit, wie das britische Magazin "New Scientist" in Ausgabe Nr. 2553 schreibt. Sanjay Patel von der Case Western Reserve University in Cleveland (Ohio) hatte für die Untersuchung die Daten von 68.000 Frauen ausgewertet.

Anders als vorangegangene Studien mit ähnlicher Aussage, fand Patel zusätzlich heraus, dass die Kurzschläferinnen zunahmen, obwohl sie weniger Kalorien verzehrten als die Langschläferinnen. Bislang dachten einige Forscher, dass Kurzschläfer ihren Schlafmangel durch zu viel Essen kompensieren und deshalb an Gewicht zulegen. Patel vermutet, dass müdigkeitsbedingt zu wenig Bewegung oder ein verminderter Stoffwechsel die Gründe dafür sind. "Es liegt auch nahe, dass es ein relativ einfacher Weg sein könnte, Leuten durch mehr Schlaf zum Abnehmen zu verhelfen", sagte Patel.

cpa/dpa
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