Klimaschutz im Haushalt Diese Ökostromtarife sind Mogelpackungen

Außen grün, innen Kohle: Die meisten Tarife haben nichts mit Klimaschutz zu tun. Welche Angebote bringen wirklich etwas für die Umwelt?
Rheinisches Braunkohlerevier: »Das System der Herkunftsnachweise führt in seiner jetzigen Form zu überzogenen Vorstellungen bei Verbrauchern«

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Foto: Frank Röder / imagebroker / imago images

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Klimaschutz verkauft sich gut. Auch beim Strom: Vermittlungsportale wie Verivox oder Check24 melden, dass die Nachfrage nach Ökostromtarifen in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen sei. Bei Check24 entscheiden sich demnach heute fast zwei Drittel der Konsumenten für einen solchen Tarif.

Doch tun sie damit tatsächlich etwas für das Klima? »Die meisten Ökostromtarife tragen quasi nichts zur Energiewende und zum Klimaschutz bei«, sagt Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Das liegt vor allem an den mitunter bizarr anmutenden Regeln des Energiemarktes. Wer nämlich seine Kunden mit Ökostrom versorgen will, erwirbt dafür üblicherweise sogenannte Herkunftsnachweise. Die kaufen die Versorger bevorzugt bei Betreibern von Wasserkraftwerken im Ausland, etwa in Norwegen.

Mit diesen Nachweisen können die Versorger Energie, die sie als Graustrom an der Börse einkaufen oder selbst in Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken produzieren, als grün etikettieren – legales Greenwashing.

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