Rätsel der Woche Die raffinierten Schweigemönche

Drama im Kloster: Mindestens ein Mönch hat eine ansteckende Krankheit, aber diese zeigt sich anfangs nur mit einem Punkt auf der Stirn. Die Mönche dürfen weder miteinander reden noch Spiegel benutzen. Wie finden sie alle Infizierten?

Mönche im Kloster: Bin ich krank?
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Mönche im Kloster: Bin ich krank?

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Zwerge und Schlümpfe scheinen mit besonderen Logikkenntnissen gesegnet zu sein. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, weil sie regelmäßig als Schlaumeier in Rätseln auftauchen. Doch sie sind nicht die einzigen Logiker auf der Welt, wie die heutige Aufgabe zeigt, die der Leser Karl Bartels vorgeschlagen hat:

In einem abgelegenen Kloster, fernab von der modernen Zivilisation, führen Mönche ein Leben wie im frühen Mittelalter. Es gibt keine moderne Technik - nicht einmal Waschbecken und Spiegel. Die Klosterbewohner leben zudem isoliert von den anderen in Einzelzellen und haben ein Schweigegelübde abgelegt. Sie dürfen weder miteinander reden noch sich auf andere Weise untereinander verständigen.

Jeden Tag treffen sich die Mönche zu einem gemeinsamen Mittagessen. Dann hält der Abt manchmal sogar eine kurze Rede. Eines Tages berichtet er von einer schrecklichen Krankheit, die seit wenigen Tagen im Kloster wütet. Mindestens ein Mönch habe diese Krankheit, man erkenne Betroffene an einem blauen Punkt auf der Stirn. Ansonsten gebe es im Anfangsstadium keine weiteren Symptome. Würden Erkrankte innerhalb von zwei Wochen isoliert, drohe den anderen Mönchen keine Infektion.

"Alle Mönche, die wissen, dass sie die Krankheit haben, sollen noch vor dem nächsten gemeinsamen Mittagessen das Kloster verlassen", sagt der Abt. Auf diese Weise ließe sich verhindern, dass sich die Krankheit weiter ausbreite. Die Mönche müssten sich trotz der grassierenden Krankheit weiter an alle Regeln des Klosters halten, betont der Abt. Er sei aber sicher, dass alle Infizierten schon bald gefunden werden, denn die Mönche seien bekanntlich exzellente Logikkenner.

Am achten Tag nach der Rede des Abts fehlt plötzlich ein Drittel der Mönche beim Mittagessen. Es sind genau jene, die tatsächlich die Krankheit haben. Wie viele Mönche lebten ursprünglich im Kloster?



insgesamt 74 Beiträge
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Seite 1
aha-aha 28.06.2015
1. Blöde Aufgabe
Das einzig Logische wäre, daß der Abt die Infizierten direkt anspricht. Wenn die Aufgabe Sinn machen sollte, müsste der Abt blind sein.
Puri 28.06.2015
2. Falsche Antwort oder falsche Frage
"Jeden Tag treffen sich die Mönche zu einem gemeinsamen Mittagessen." "Alle Mönche, die wissen, dass sie die Krankheit haben, sollen noch vor dem nächsten gemeinsamen Mittagessen das Kloster verlassen" Es kann also nur sein dass nur einer infiziert ist, bei allen andern Fällen würde die dargestellte Lösung die Aufgabe nicht erfüllen.
gojko 28.06.2015
3. genau
Zitat von aha-ahaDas einzig Logische wäre, daß der Abt die Infizierten direkt anspricht. Wenn die Aufgabe Sinn machen sollte, müsste der Abt blind sein.
Richtig. Und selbst wenn der Abt blind ist, könnte er das Ganze abkürzen und die Mönche auffordern, auf diejenigen mit dem Punkt auf der Stirn zu zeigen.
bloss_nicht_nachdenken 28.06.2015
4.
#1 Wenn die Aufgabe Sinn machen soll wird sie genau so gestellt wie es hier der Fall ist. Klar soweit? #2 Sobald die Mönche wissen das sie infiziert sind, sollen sie das Kloster vor dem nächsten Mittagessen verlassen. Wo sehen sie da einen Fehler?
Grafsteiner 28.06.2015
5. 2 Mönche reichen.
Zitat von gojkoRichtig. Und selbst wenn der Abt blind ist, könnte er das Ganze abkürzen und die Mönche auffordern, auf diejenigen mit dem Punkt auf der Stirn zu zeigen.
2 Mönche, die nacheinander auf jeden mit dem Punkt zeigen. Problem: der blinde Abt, der nicht sehen würde, wenn auf ihn gezeigt würde. Aber der ist in dieser messerscharfen Logik des Artikels vergessen worden.
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