Rätsel der Woche Fressen und gefressen werden

Auf einer Insel leben drei Löwen. Pro Tag frisst ein Löwe drei Antilopen; zertrampelt eine Antilope drei Schlangen und tötet eine Schlange drei Löwen. Wie viele Tiere haben die Insel drei Tage zuvor bevölkert?

Savanne in Afrika (Archivbild): Wer frisst wen?
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Savanne in Afrika (Archivbild): Wer frisst wen?


Es geht brutal zu in der wilden Natur. Mit viel Aufwand zieht eine Tiermutter den Nachwuchs groß - dann kommt ein hungriges Raubtier und reißt eines oder mehrere der Tierkinder.

Das Thema "fressen und gefressen werden" ist die Vorlage für das neues Rätsel der Woche. Unser Leser Elmar Schalück hat es jüngst auf einer Knobelseite für Kinder entdeckt, fand es dafür aber eigentlich fast schon zu anspruchsvoll. Ich habe das Rätsel noch etwas schwieriger gemacht - können Sie es lösen?

Auf einer kleinen Insel vor der Küste Tansanias leben Schlangen, Löwen und Antilopen. Jeden Morgen um 10 Uhr frisst jeder Löwe drei Antilopen. Um 12 Uhr trampelt jede Antilope drei Schlangen zu Tode. Und jeden Abend um 18 Uhr vergiftet jede Schlange drei Löwen. Kann ein Tier dieser Aktivität nicht nachkommen, stirbt es nach 24 Stunden.

Am Morgen des 4. Juli um 6 Uhr lebten auf der Insel nur drei Löwen. Wie viele Tiere bevölkerten die Insel am 1. Juli gegen 6 Uhr?

Anmerkung der Redaktion: Der Satz, dass die Tiere sterben, wenn sie ihrer Jagdaktivität nicht nachkommen, wurde versehentlich bei der Produktion des Rätsels gelöscht. Wir haben die Information nun ergänzt und bitten, den Fehler zu entschuldigen.



insgesamt 108 Beiträge
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hans.beimler 16.08.2015
1. Einfachste Lösung:
Drei Löwen ;-) Aber wir wollen die armen Tiere ja nicht hungern lassen. Also drei Löwen und 27 Antilopen, das reicht. Schlangen brauchen wir keine, denn davon werden Antilopen ja nicht satt.
h.weidmann 16.08.2015
2.
[Zitat] Jeden Morgen um 10 Uhr frisst ein Löwe drei Antilopen. Um 12 Uhr trampelt eine Antilope drei Schlangen zu Tode. Und jeden Abend um 18 Uhr vergiftet eine Schlange drei Löwen. [Zitat Ende] Das gibt wieder endlose Diskussionen hier im Forum wegen der Formulierung der Aufgabe. Ich hätte es so formuliert: Jeden Morgen um 10 Uhr frisst JEDER Löwe drei Antilopen. Um 12 Uhr trampelt JEDE Antilope drei Schlangen zu Tode. Und jeden Abend um 18 Uhr vergiftet JEDE Schlange drei Löwen. Ansonsten ist das ein nettes Rätsel, nur ziemlich leicht :-)
user1991 16.08.2015
3. Fragen
Dieses Mal hätte auch ich gerne ein paar Präzisierungen: Tötet jedes Tier zur speziellen Uhrzeit genau 3 andere Tiere oder tötet nur ein Exemplar aus der spezifischen Tiergruppe. Was passiert, wenn nicht genug Tiere einer Gruppe am Leben sind, um exakt 3 Exemplare zu töten? Ich gehe davon aus, dass beim Originalrätsel vorwärts in der Zeit gerechnet wurde und die Zahlen so ausgewählt waren, dass alles gut aufgeht. Beim gegenläufigen Rechnen gibt es aber ein paar Probleme, die mMn eine genaue Antwort unmöglich machen.
KlausP22 16.08.2015
4. nicht ganz logisch
Nehmen wir mal die Voraussetzung, dass ein paar Tage vorher von jeder der drei Arten Tiere auf der Insel waren, also auch Schlangen. ..... OK, dass ein Löwe drei Antilopen benötigt, um zu überleben, das kann man noch akzeptieren. Und dass eine Schlange genug Gift für drei Löwen hat und das bei genügend Löwen auch voll ausnutzt, das auch noch. Aber warum muss zwingend jede Antilope genau drei Schlangen zertreten? Sterben die Antilopen wenn nicht genug Schlangen da sind? Nein - und daher könnte zwei Tage vorher auch nur noch eine einzige Schlange vorhanden gewesen sein die drei Tage vorher drei Löwen getötet hatte und die 3 Antilopen haben halt gemeinsam die eine letzte Schlange getötet. ... bin nun zu faul die Startsummen damit auszurechnen.
drittschuldner 16.08.2015
5. Naturentfremdung
Das ist wieder ein typisches Verdrängungsschema der mittlerweile völlig naturentfremdeten Journalie: "es geht brutal zu in der wilden Natur.. Tiermutter den Nachwuchs groß ... dann kommt ein hungriges Raubtier und reißt eines oder mehrere Tierkinder ...". Blöderweise ist ein Bild beigefügt, das ausnahmsweise sogar recht gut die Wirklichkeit zeigt: Allesamt freie Lebewesen, satte, zufriedene Löwen und ebensolche zufriedenen furchtlose Gazellen einschließlich Jungtiere. Das ist die Regelmäßigkeit der Natur. Ein Erbeutungsprozess macht für das Opfer vielleicht ein hunderttausendstel seiner Existenz aus und bedeutet eben das Ende eines freien Lebens, das dann auch zumeist durch irgendeine andere beginnenden Schwächung beeinträchtigt war(Selektion). Macht doch mal ein Rätsel bei dem es um die milliardenfache Massentierhaltung geht, da geht es wenigstens lebenslang richtig grausam zu. Das wird auf Spon völlig ausgeblendet, obwohl es immer extremer wird und zwei Drittel der Waren in den Supermärken voll von solchen Produkten sind.
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