Rätsel der Woche Möge der Langsamste gewinnen - nur wie?

Sind Sie schon wach genug für dieses Rätsel? Ein König wollte sein Vermögen demjenigen seiner beiden Söhne vermachen, der das langsamste Pferd hat. In einem Wettrennen trieben sie ihre Tiere also nicht an - und kamen zum Stehen. Was nun? Ein weiser Mann wusste die Lösung. Sie auch?

Pferderennen in Montevideo (Januar 2015): Der erste hat verloren
REUTERS

Pferderennen in Montevideo (Januar 2015): Der erste hat verloren


Rätsel mit reichen Königen, die ihren Söhnen im Testament kuriose Aufgaben stellen, gibt es einige. Das folgende finde ich besonders hübsch, weil dabei ausnahmsweise mal nicht Rechenkünste gefragt sind, sondern allein scharfes Denken.

Der König wollte sein Vermögen einem seiner zwei Söhne vermachen. Im Testament hatte er verfügt, dass derjenige den gesamten Reichtum erhält, der das langsamere Pferd hat. Er legte auch die Strecke dafür fest: vom Schloss über die Brücke zur Stadt und wieder zurück.

Beide Söhne setzen sich auf ihr Pferd und ritten so langsam wie möglich los. Sobald einer einen Minivorsprung hatte, stoppte er sein Tier, worauf der andere ebenfalls anhielt. Sie kamen kaum einen Meter weit. So würde das Rennen niemals ein Ende finden, das war ihnen schnell klar.

Zufällig kam ein weiser Mann des Wegs, der die beiden Söhne frustriert auf ihren Gäulen sitzen sah. "Was ist denn mit euch los?", fragte er. "Warum steht ihr hier vor eurem Schloss mit euren Pferden?" Die Söhne erklärten ihm die Situation und dass sie nicht wüssten, wie es weitergehen sollte.

Der weise Mann bat beide Brüder abzusteigen und setzte sich mit ihnen auf eine Bank vorm Schloss. Er redete ein Weilchen auf sie ein, bis die beiden plötzlich aufsprangen, sich in die Sattel schwangen und so schnell wie möglich gen Stadt galoppierten. Keine zehn Minuten später kamen sie zurück und der Empfänger des Erbes stand fest.

Was hatte der weise Mann den Brüdern gesagt?

Die Lösung ist verblüffend einfach!

Hier geht es direkt zur Lösung.

Falls Sie die Rätsel der vergangenen Wochen verpasst haben - das sind die Links:



insgesamt 23 Beiträge
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Seite 1
DochkeinSchnee 13.01.2015
1. Aufgabenstellung präzisieren
Eigentlich kann man es so nicht wirklich lösen - wer das langsamste Pferd "hat" ist nämlich an der entscheidenden Stelle zu ungenau. "Haben" kann man auch als "drauf sitzen und reiten" verstehen, und daher würde erst "Wer das langsamste Pferd besitzt" eine präzise Lösung durch scharfes Denken ermöglichen.
mathebanker 13.01.2015
2. genau lesen
In der Aufgabe steht, "das langsamere Pferd gewinnt" also mit anderen Worten das schnellere Pferd verliert. Also Pferd wechseln und vollen Galopp absolvieren. Die Aufgabe ist ein Klassiker. Noch eine Aufgabe gewünscht? --> http://schulmodell.eu/aufgabe-der-woche.html
alaunemad 13.01.2015
3.
"Tauscht die Pferde"
boesesc 13.01.2015
4.
Zitat von DochkeinSchneeEigentlich kann man es so nicht wirklich lösen - wer das langsamste Pferd "hat" ist nämlich an der entscheidenden Stelle zu ungenau. "Haben" kann man auch als "drauf sitzen und reiten" verstehen, und daher würde erst "Wer das langsamste Pferd besitzt" eine präzise Lösung durch scharfes Denken ermöglichen.
Bitte formuliert in Logikrätseln genau!! Be-sitzen ist in dem Zusammenhang der ungenauen Formulierung auch nicht besser, da es sich vom Reiter nicht unterscheidet. Ich schlage umgangssprachlich "gehört" vor, denn hören kann ein Pferd auf Besitzer, Eigentümer und Reiter. Oder nur auf Teilmengen davon.
renesomi 13.01.2015
5. Wortklauberei
um die Bedeutung des Wortes "haben". Irgendwie sinnlos. Hätte juristisch möglicherweise anders eingeschätzt werden können und die beiden Brüder würden prozessieren ...
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