Raumfähre "Discovery" muss bis Mittwoch landen

Mit der Verschiebung der "Discovery"-Landung hat sich die Nasa selbst unter Druck gesetzt: Spätestens bis übermorgen muss die Raumfähre zur Erde zurückkehren, dann wird der Sauerstoff an Bord knapp. Ob das Wetter bis Mittwoch allerdings besser wird, ist ungewiss.


Wolken über dem Kennedy Space Center: "Discovery"-Landung abgesagt
AFP

Wolken über dem Kennedy Space Center: "Discovery"-Landung abgesagt

Cape Canaveral - In manchen Situationen bedeutet jede Entscheidung ein Risiko, wie die Nasa während der "Discovery"-Mission schon mehrfach erfahren musste. So war es im Falle der Fugenfüllstreifen, die aus dem Hitzeschild heraushingen und bei einem riskanten Außeneinsatz repariert wurden.

Und so ist es nun auch bei der Landung: Obwohl die Bewölkung über dem Kennedy Space Center in Florida einem Bericht des US-Senders CNN zufolge noch innerhalb des Sicherheitslimits lag, hat die US-Raumfahrtbehörde die Landung auf den morgigen Dienstag verschoben.

Man könne sich mit der instabilen Situation derzeit "einfach nicht anfreunden", sagte Astronaut Ken Ham, der den Kollegen an Bord der "Discovery" die Nachricht von der Verzögerung überbracht hat.

Bis Mittwoch reichen Wasser und Sauerstoff

Ob das die richtige Entscheidung war, wird die Nasa spätestens am Mittwoch wissen, denn bis dahin muss die Raumfähre zur Erde zurückkehren. Ansonsten würden den sieben Astronauten an Bord der Sauerstoff, die Nahrungsmittel und das Wasser ausgehen. Die Option, den Raumgleiter erneut an der Internationalen Raumstation ISS andocken zu lassen, um einen späteren Zeitpunkt für die Landung abzuwarten, besteht aus technischen Gründen nicht.

Morgen gibt es nun mehrere neue Gelegenheiten zur Landung. Nach Angaben der Nasa kann die "Discovery" um 11.07 oder 12.43 Uhr deutscher Zeit in Cape Canaveral aufsetzen. Alternativ könne der Shuttle auch um 14.12 Uhr oder 15.47 Uhr MESZ auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien oder um 12.39 bzw. 14.13 Uhr MESZ auf dem White-Sands-Gelände in New Mexico landen. Die Wetterberichte besagen laut Nasa, dass sich das morgige Wetter am Kennedy Space Center kaum vom heutigen unterscheiden soll. Nur an der Edwards Air Force Base solle die Witterung "akzeptabel" sein.

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Der Nasa wäre eine Landung der "Discovery" in Cape Canaveral bei weitem am liebsten, weil der Transport des Shuttles von den anderen Landeplätzen zurück zum Kennedy Space Center mehrere Millionen Dollar kosten würde. Außerdem ginge dadurch eine Woche an Vorbereitungszeit verloren, um die "Discovery" wieder startklar zu machen

Denn trotz der bei der "Discovery"-Mission aufgetretenen Probleme mit der Schaumstoffisolierung am Außentank hat die Nasa den Plan nicht aufgegeben, möglicherweise bereits am 22. September als nächsten Shuttle die "Atlantis" starten zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt müsste aber auch die "Discovery" wieder startklar sein. Sie ist als "Rettungs-Shuttle" eingeplant, falls schwere Probleme an der Atlantis auftreten und deren Crew von der ISS abgeholt werden müsste.

Schaumstoff-Problem noch immer ungelöst

Zuvor muss es der Nasa aber gelingen, die Schaumstoff-Isolierung sicher zu machen. Weil sich beim Start ein Stück Schaumstoff vom Haupttank der "Discovery" gelöst hatte, musste die Nasa erneut alle weiteren Shuttle-Flüge bis auf weiteres aussetzen. Ein beim Start herabfallendes Stück Schaumstoff hatte schon den Hitzeschild der "Columbia" beschädigt und so im Februar 2003 deren Absturz verursacht.

Vor der Verschiebung der Landung hatte die Nasa der "Discovery" ungeachtet einer gerissenen Isolierdecke unterhalb eines Cockpitfensters grünes Licht für die Rückkehr zur Erde gegeben. "Die 'Discovery' ist in hervorragendem Zustand", sagte Kommandantin Eileen Collins in einem zur Erde übertragenen Interview. Der Hitzeschild der Fähre kann der Nasa zufolge nach einer Reparatur am Mittwoch der großen Hitze beim Eintritt in die Atmosphäre standhalten.

Die "Discovery" war am 26. Juli gestartet, um Lebensmittel und technische Ausrüstung zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Die Nasa sieht in der Reise der "Discovery" eine insgesamt "herausragend erfolgreiche Mission. Wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten", sagte Wayne Hale, stellvertretender Manager des Shuttle-Programms. Von der ISS wurde gemeldet, dass erstmals seit drei Jahren wieder die komplette Steuerungsanlage funktioniere, die von der "Discovery"-Besatzung repariert worden war.



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Shalashaska, 07.07.2005
1.
---Zitat von sysop--- Oder sind die Nutzeffekte der Erforschung des Alls trotz schöner Bilder weiterhin zweifelhaft? ---Zitatende--- Die Erforschung des Alls. Ein ziemlich breitfächernder Begriff. Die Zielbreite der Forschungen sollte mehr eingeschränkt werden. Wieso z.B. werden keine Bilder von der Rückseite des Mondes veröffentlicht? Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung. Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir?
Hans-Joachim Grüßner, 07.07.2005
2.
---Zitat von Shalashaska--- Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung. ---Zitatende--- Moin, erst nachdenken, dann schreiben. Die Deep Impact-Mission gibt uns erste Daten darüber, wie man es anfangen könnte, einen Kometen, der die Erde zu treffen droht (ist ja schon öfter passiert), von diesem Kurs abzubringen, zu bremsen, zu zerstören. Wenn so ein Teil die Erde mal getroffen hat, spielt Geld überhaupt keine Rolle mehr. Nie mehr. ---Zitat von Shalashaska--- Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. ---Zitatende--- Aha. Und von welchem Nutzen ? Den nicht unbemannte Sonden auch erbringen könnten ? Wohl zuviel SF gelesen.... Da frag ich mich, wo leben Sie .. ;-) Gruß von der Ostsee Hanjo Grüßner
Sina Kleist, 07.07.2005
3.
---Zitat von Shalashaska--- Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir? ---Zitatende--- hmmmm..... da draußen sind Sonden zum Teil seit Jahrzehnten unterwegs und liefern recht gescheite Daten. Warum sollte man Menschen auf One-Way-Missionen schicken, wenn es auch anders geht?
Daniel Klein, 07.07.2005
4. Nicht nach den Sternen gereifen ohne Ahnung
Sie sprechen von bemannten Missionen zu Planeten und über deren bessere Erforschung. Doch kennen wir nicht einmal das ganze Potenzial unseres Planeten und haben noch nicht einmal seine Erhaltung im Griff. Ich bin auch dafür das man die Erforschung des Weltraums nicht links liegen lässt. Doch Eile mit Weile. Eines der großen Probleme der Menschen, die jetzt schon von bemannten Flügen zum Mars oder gar anderen Planeten (was ganz und gar unmöglich ist) sprechen, ist: Das sie es vermeindlich schon gesehen haben. Bruce Willis Landet auf Kometen, Val Kilmer erichtet Basisstadionen auf dem Mars und Arni lebt auf dem selben. Wenn man solche Bilder,aus der beeindruckenden Trick- schmieden Holywoods, sieht beeindrucken keine Steine oder erstaufnahmen der Marsoberfläche mehr. Doch das sollten sie denn es ist einfach das beste was wir zum heutigen Stand der Technik erreichen können. Weiter mache weiter Forsche irgendwann ereichen wir den Mars. Doch zur Zeit, sich mit dem zufrieden geben was möglich ist.
5(077y 07.07.2005
5. ziemlich gewagt...
Moin zusammen... Also ich fand das experiment doch ein wenig gewagt; wer sagt denn das der Klotz die komplette kinetische energie, die bei dem Aufprall enstand absorbiert hat... was wäre, wenn sich herausstellt, das die sache doch mehr Einfluss auf die Flugbahn des Kometen hatte als ursprünglich berechnet?! Ok, das ist zwar im Anbetracht der Größenverhältnisse äußerst unwarscheinlich... aber wenn man hier ein kleinwenig mit der Chaostheotie herumfuchtelt, klingt die Sache doch schon ein bischen interessanter.
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