Globale Erwärmung AfD gehört zu größten Klimawandel-Skeptikern

Forscher haben die Einstellung rechtspopulistischer Parteien zum Klimaschutz im Europaparlament untersucht. Viele Politiker bestreiten wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine überraschende Erkenntnis kommt aus Ungarn.

EU-Parlament
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Die Mehrheit der rechten oder rechtspopulistischen Parteien in Europa steht einer gemeinsamen Klimaschutzpolitik skeptisch oder gar ablehnend gegenüber. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Berliner Beratungsfirma Adelphi.

Zwei von drei Abgeordneten der im Europäischen Parlament vertretenen Parteien aus diesem Spektrum stimmten regelmäßig gegen klima- und energiepolitische Maßnahmen, schreiben die Studien-Autoren Alexander Carius und Stella Schaller.

Sie haben mit Blick auf den Klimaschutz drei Kategorien rechter Parteien ausgemacht. Zu den "Leugnern und Skeptikern" gehören demnach die AfD, die österreichische FPÖ, die britische Ukip und vier weitere Parteien. Sie alle bezweifeln oder bestreiten wissenschaftliche Erkenntnisse über den Einfluss menschlichen Handelns auf das Klima.

Partei von Viktor Orbán erkennt Klimawandel an

Zur Gruppe der "Vorsichtigen" gehören die Schweizerische Volkspartei (SVP), die Nationale Sammlungsbewegung von Marine Le Pen und neun weitere Parteien. Sie haben laut Studie entweder keine klare Positionierung in der Klimafrage oder messen dieser deutlich weniger Bedeutung bei als anderen Politikfeldern.

Eine Ausnahme bildeten "Zustimmende" wie die Fidesz-Partei des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán, die Partei "Die Finnen" und die lettische NA. Diese drei Rechtsparteien "erkennen die Gefahr, die der Klimawandel für die Welt und für ihre eigene Länder darstellt", heißt es in der Studie.

Große Unterschiede zwischen den einzelnen Parteien gibt es bei Erneuerbare Energien. Le Pen und die FPÖ unterstützen einen Ausbau dieser Form von Energiegewinnung, um die Abhängigkeit ihres Landes von Energieimporten zu verringern. Die AfD ist dagegen Sprachrohr für Bürger und lokale Initiativen, die neue Windparks verhindern wollen. Sie beklagt die "Verspargelung der deutschen Kulturlandschaft".

jme/dpa



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