Rekord Forscher finden 2700 Jahre altes Grab in Mexiko

Rekordverdächtiger Fund in Mexiko: Archäologen haben in einer Pyramide ein 2700 Jahre altes Grab gefunden. Es könnte das älteste seiner Art sein. Im Inneren entdeckten die Ausgräber die Überreste von drei Menschen.

AP

Archäologen sind in einer Pyramide im Süden Mexikos auf ein 2500 bis 2700 Jahre altes Grab gestoßen. Wie die mexikanischen Behörden am Montag berichteten, befanden sich in der etwa drei mal vier Meter großen Kammer die sterblichen Überreste dreier Menschen - eines Würdenträgers, eines Kindes und eines etwa 20-jährigen Mannes.

Der ältere Mann - er starb vermutlich im Alter von etwa 50 Jahren - wurde reich geschmückt bestattet. Auf seinem Gesicht lag eine Maske mit Augen aus Obsidian, zusätzlich trug er Jade- und Bernsteinketten. Außerdem fanden die Archäologen in dem Grab zahlreiche weitere Schmuckgegenstände, darunter mehr als 2000 Jadesteine.

Der Mann war offenbar ein Priester oder Herrscher, sagte Emiliano Gallaga, Direktor des Nationalen Institutes für Archäologie und Geschichte (INAH) in Chiapas. Seiner Meinung nach dürfte es sich bei der Pyramide, die auf 500 bis 700 vor Christus datiert wurde, um die älteste bekannte Struktur dieser Art handeln, die in der Region für Gräber genutzt wurde.

Der Fund wurde bereits Anfang April in der archäologischen Zone von Chiapa de Corzo im Süden des Bundesstaates Chiapas gemacht, wo einst die Zoque-Kultur existierte. An dem Einsatz waren mexikanische und US-amerikanische Forscher beteiligt.

mbe/dpa/apn



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