Routinekontrolle Salat aus Frankfurter Betrieb mit Ehec kontaminiert

Ehec-Keime auf Salat: Nach einer Routinekontrolle ist ein Betrieb in Frankfurt am Main gesperrt worden. Dort hat man den Darmerreger entdeckt. Wie die Bakterien dorthin gelangen konnten ist unklar. Es handelt sich aber nicht um den derzeit grassierenden Typ O104:H4

Salatfeld: Ehec-Erreger sind weit verbreitet
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Salatfeld: Ehec-Erreger sind weit verbreitet


Frankfurt am Main - In einem Frankfurter Lebensmittelbetrieb haben Kontrolleure des Umweltministeriums Ehec-Erreger gefunden. Es handelt sich aber nicht um den aggressiven Typ, sagte Ministeriumssprecher Thorsten Neels am Donnerstagmorgen in Wiesbaden. Dennoch wurde der Hof in einem Vorort sofort geschlossen, das Gemüse wurde zurückgerufen. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung wurden somit zum ersten Mal in Hessen Ehec-Erreger auf Lebensmitteln nachgewiesen.

Wie das Bakterium auf den Salat gekommen ist, sollen weitere Untersuchungen klären, sagte der Ministeriumssprecher auf Anfrage. Deren Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Bis dahin bleibe der Hof geschlossen.

Der Erreger sei bei einer Routinekontrolle im Frischezentrum, einem Großhandelsplatz in Frankfurt, gefunden worden, sagte Hans-Georg Paulus vom hessischen Gärtnereiverband dem Radiosender FFH. "Es könnte sein, dass es am Wasser liegt", vermutete er weiter und betonte: "Es gibt aber keinen Grund zu Panik."

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Ehec-Epidemie in Deutschland: Ein Sprossen-Krimi
Zuvor waren auf einem Salat im bayerischen Fürth ebenfalls Ehec-Keime entdeckt worden. Nach Angaben des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) konnte der in Norddeutschland aufgetauchte Keim aber auf dem Lollo-Rosso-Salat des fränkischen Gemüsebauern nicht nachgewiesen werden. Es handelt sich also ebenfalls nicht um den Stamm O104:H4, der in den letzten Wochen für den massiven Ausbruch schwerer Erkrankungen gesorgt hat. Wie die Behörden mitteilten, wurde die vorläufige Sperrung des fränkischen Betriebes inzwischen wieder aufgehoben.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, ist mehr als die Hälfte der Deutschen unzufrieden mit dem Ehec-Krisenmanagement der Regierung. Jeder zweite Deutsche bewertet demnach einer Forsa-Umfrage zufolge ihren Umgang mit dem Ausbruch des gefährlichen Darmkeims als "weniger gut" (35 Prozent) oder "schlecht" (23 Prozent). Nur knapp 40 Prozent sind damit zufrieden. Während der Epidemie haben mehr als die Hälfte der Deutschen ihre Essgewohnheiten geändert und auf bestimmte Gemüsesorten verzichtet.

"Indizien reichen für eine Verurteilung"

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Seit Beginn der Epidemie starben bundesweit mindestens 37 Menschen an den Folgen einer Ehec-Infektion. In mehreren Bundesländern stieg die Zahl der registrierten Ehec-Fälle leicht an. Nach Ansicht von Experten ist dies aber auf das lange Pfingstwochenende zurückzuführen. "Es sieht so aus, als hätten wir den Scheitelpunkt der Entwicklung erreicht", sagte eine Sprecherin des hessischen Gesundheitsministeriums.

cib/dpa

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bibernell 04.06.2011
1. Sehr auffällig..
finde ich, dass noch kaum ( erst jetzt, das Restaurant in Lübeck..) Berichte über Gruppenerkrankungen gab. Diverse Foristen, so auch ich, haben immer wieder die Frage gestellt, wieso gerade bei solchen Gruppenerkrankungen ( am selben Ort zu selben Zeit das Gleiche gefuttert und gleichzeitig erkrankt...) der Rückschluss auf die Quelle nicht gezogen werden kann. Mir selbst sind andere Gruppenerkrankungen bekannt, nicht nur die, aus der Kantine in Frankfurt, und nie wurde darüber berichtet. Also, nochmal : welchem Denkfehler unterliegt man mglw., wenn man meint, dass solche Gruppenerkrankungen ein deutlich einfacheres Verfolgen der Nahrungswege möglich machen, als das Verfolgen der Speisen von Einzelerkrankten ? Hä ?
heinrichp 05.06.2011
2. Allheilmittel
Zitat von sysopBei der Suche nach der Quelle der Ehec-Epedemie standen zunächst spanische Gurken im Verdacht, die Erreger zu verbreiten. Nun hat sich dies als falsch herausgestellt. Die Verbraucher sind zunehmend verunsichert und wollen wissen, was sie noch gefahrlos essen dürfen. Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?
Jede Zeit hat ihre besondere Charakteristik. So werden wir im hoch technisierten und kapitalistischen Zeitalter immer mehr mit Krankheiten und Leiden konfrontiert, die für unsere Vorfahren noch undenkbar waren. Viele Erkrankungen lassen sich dabei auf eine unnatürliche Lebensweise, Umweltgifte, Luftverschmutzung, übermäßige Belastung im Beruf und auf den so genannten Freizeitstress zurückführen. Das Gleichgewicht des Menschen gerät in zunehmendem Maße aus den Fugen. Betrachten wir nur die stetig ansteigende Anzahl der Allergiker. Es gibt kaum noch einen Stoff, dem nicht eine allergische Wirkung nachzuweisen wäre. Angefangen vom harmlosen Blütenstaub, bis hin zu kosmetischen Präparaten oder gar Nahrungsmitteln. Wurden antibiotisch wirkende Medikamente vor nicht allzu langer Zeit noch als das Allheilmittel für infektiöse Erkrankungen angesehen, manifestiert sich jetzt mehr und mehr eine hartnäckige Resistenz der Bakterien gegenüber Antibiotika. Wir können die Vermehrung von Bakterien hemmen, letzten Endes züchten wir dadurch Antibiotika-resistente Organismen! Antibiotika-Resistanz durch Fleischkonsum - Massentierhaltung macht's! Was uns heute wirklich helfen würde wird ignoriert! http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/
W. Robert 05.06.2011
3. Gefährliches Spiel
Ganz offensichtlich sind derartige veränderte Bakterien gentechnisch sehr einfach herzustellen, angeblich experimentieren in Frankreich Gymnasiasten speziell mit derartigen Aufgabestellungen aus einem "Bio-Baukasten". Überall gibt es militärische Labore, die speziell zur biologischen Kriegsführung und deren Abwehr unterhalten werden. Man muss sich klar sein, dass diese biologischen Kampfstoffe speziell zum Töten von Menschen entwickelt werden und das Fatale ist, dass mit fortschreitender "Globalisierung" nicht nur jeder Kampfstoff von jedem besseren Studenten hergestellt werden kann und dass sich derartige "Seuchen" auch sofort global ausbreiten, wie man an den Neuinfektionen mit EHEC in den USA schon sieht. Jedenfalls gibt es enorm viele Ungereimtheiten in diesem Fall, angeblich wurde die Quelle der Konterminierung noch nicht gefunden, was höchst seltsam erscheint. Zudem steht jetzt praktisch die gesamte Nahrung unter Generalverdacht und immer neue Theorien verbreiten sich in Windeseile. Zuerst sind es die spanischen Gurken, dann weiß man es wieder nicht so genau, dann gerät natürlich Bio-Kost unter Generalverdacht, andere halten die Gentechnik (wohl zurecht) für den Verursacher. Fakt ist, dass unsere Regierung und auch die Presse kaum noch Vertrauen genießt, zu oft wurde an den Fakten gedreht. Die WHO und die Pharmaindustrie sind nach dem "Schweinegrippe"-Skandal erst recht im Zwielicht. Keiner garantiert uns, dass derartige mutierte Bakterien nicht eines Tages die Menschheit ausrotten. Wir verhalten uns wie im Mittelalter mit unserer aggressiven Politik und vergessen, dass die modernen Waffen jederzeit das Ende der Gattung bewirken können und nicht wenigen Spinnern wäre eine drastische Bevölkerungsreduktion auf gewaltsame Weise ganz recht.
Montanaman 05.06.2011
4. Anders ist richtig
Zitat von heinrichpJede Zeit hat ihre besondere Charakteristik. So werden wir im hoch technisierten und kapitalistischen Zeitalter immer mehr mit Krankheiten und Leiden konfrontiert, die für unsere Vorfahren noch undenkbar waren. Viele Erkrankungen lassen sich dabei auf eine unnatürliche Lebensweise, Umweltgifte, Luftverschmutzung, übermäßige Belastung im Beruf und auf den so genannten Freizeitstress zurückführen. Das Gleichgewicht des Menschen gerät in zunehmendem Maße aus den Fugen. Betrachten wir nur die stetig ansteigende Anzahl der Allergiker. Es gibt kaum noch einen Stoff, dem nicht eine allergische Wirkung nachzuweisen wäre. Angefangen vom harmlosen Blütenstaub, bis hin zu kosmetischen Präparaten oder gar Nahrungsmitteln. Wurden antibiotisch wirkende Medikamente vor nicht allzu langer Zeit noch als das Allheilmittel für infektiöse Erkrankungen angesehen, manifestiert sich jetzt mehr und mehr eine hartnäckige Resistenz der Bakterien gegenüber Antibiotika. Wir können die Vermehrung von Bakterien hemmen, letzten Endes züchten wir dadurch Antibiotika-resistente Organismen! Antibiotika-Resistanz durch Fleischkonsum - Massentierhaltung macht's! Was uns heute wirklich helfen würde wird ignoriert! http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/
Auf so etwas muss man erst einmal kommen. Anders herum wird ein Schuh daraus: VOR dem "technisierten und kapitalistischen Zeitalter" haben die Menschen ungesund gelebt, waren sie doch schutzlos Seuchen wie Cholera ausgeliefert, die hunderttausende Menschenleben forderte: http://de.wikipedia.org/wiki/Cholera#Geschichte_der_Krankheitsausbr.C3.BCche Natürlich leben wir heute viel gesünder als die Menschen vor hundert Jahren - das kann man etwa an der rapide steigenden Lebenserwartung sehen.
dillerjohann 05.06.2011
5. Es gibt keine gefahrlose Welt.....
Diese Welt steht für den ständigen Wandel. So sind Epidemien, immer wieder aufgetreten weil Menschenmassen, zu dicht, zu eng, zu Unhygienisch, auf einander treffen.Veränderungen in den Klimatischen Bedingungen sind nicht zu Unterschätzen, dazu kommt der Raubbau, der seit Industrialisierung um sich greift.Bis jetzt sind alle Mutmaßungen, die EHEC betreffen, in Leere gelaufen.Massentierhaltung, Monokulturen,Chemie und Radioaktive Strahlung,Umweltverschmutzungen, in unermesslichen Ausmaß, führen zu negativen Ergebnissen, die unser Leben beeinflussen.Wir werden wieder umdenken müssen, um in einer Welt leben zu können, in der die Gefahren, besser ein zu schätzen sind,und mehr Natürlichkeit unser Leben bestimmt.Eine Welt ohne Gefahren wird es niemals geben, denn die größte Fehlerquelle ist der Mensch!
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