Sanftes Aufstehen Wecker klingelt nur im Leichtschlaf

Ein neuer Wecker soll für einen munteren Start in den Tag sorgen. Er misst die Hirnströme und bestimmt so die Schlafphase, in der das Aufwachen am leichtesten fällt. US-Studenten wollen das Gerät im nächsten Jahr auf den Markt bringen.

Aufstehen ist für viele Menschen eine Qual. Selbst nach neunstündigem Schlaf fühlen sie sich wie erschlagen, wenn morgens der Wecker klingelt. Der Grund ist die Schlafphase kurz vor dem Aufwachen. Sie ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob sich der Geweckte müde oder munter fühlt.

Wer im Leichtschlaf geweckt wird, fühlt sich putzmunter. Klingelt der Wecker hingegen in der Tiefschlaf- oder der so genannten REM-Phase, herrscht Müdigkeit vor. Studenten von der Brown University in Rhode Island wollen dieses bekannte Phänomen jetzt bei einem neuartigen Wecker ausnutzen, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist".

Das Gerät mit dem Namen "SleepSmart" misst die Muster der Hirnaktivität in den verschiedenen Schlafphasen. Dazu trägt der Schlafende ein Stirnband, an dem Sensoren befestigt sind, welche die Hirnströme messen und an den "SleepSmart"-Wecker weiterleiten. Der Wecker wird am Abend zuvor auf die Zeit programmiert, zu der man spätestens aufstehen muss. Der Wecker klingelt dann in der letzten Leichtschlaf-Phase vor diesem Zeitpunkt.

Die Studenten stehen dem Bericht zufolge kurz vor der Fertigstellung eines Prototyps. Nächstes Jahr soll das Gerät auf den Markt kommen. Entwickelt wird es in den Axon Sleep Research Laboratories , einer von vier Studenten gegründeten Firma.

Der Schlaf ist ein rhythmischer Vorgang und besteht aus verschiedenen Phasen. Während der so genannten REM-Phase (Rapid Eye Movement), hat der Mensch die meisten und intensivsten Träume. Die Augenbewegungen sind besonders stark. Puls sowie Atemfrequenz sind erhöht und unregelmäßig. Die Hirnstromaktivität in der REM-Phase ist sogar höher als im Wachzustand.

Die Non-REM-Phase wird in die Tiefschlaf- und die Leichtschlaf-Phase unterteilt. Der Tiefschlaf ist für die körperliche Erholung besonders wichtig. Atem- und Herzfrequenz sind sehr langsam und regelmäßig, die Hirnaktivität gering. Im Tiefschlaf sind die Muskeln erschlafft und die Augenbewegungen minimal.

Der Leichtschlaf ist Anfangs- beziehungsweise Endpunkt des Schlafzyklus, der sich in jeder Nacht etwa alle 90 Minuten wiederholt. Die Muskeln entspannen sich und die Augen bewegen sich langsam und ziellos. Die Hirnaktivität ist relativ hoch, jedoch geringer als in der REM-Phase.

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