Satelliten-Mission Die Ariane fliegt wieder

Nach monatelanger Pause ist vom europäischem Weltraumbahnhof Kourou wieder eine Ariane-Rakete gestartet Im Gepäck hat sie TV-Satelliten für Lateinamerika und Afrika.


Geglückter Start: Ariane 4
DPA

Geglückter Start: Ariane 4

Korou - Der Start vom europäischen Raumfahrtbahnhof Kourou (Französisch-Guyana) ist der 131. von Kourou aus und der erste seit dem 18. April. Grund für die viermonatige "Zwangspause" seien technische Schwierigkeiten bei der Fertigstellung von Satelliten gewesen, vor allem Probleme beim Antrieb, hieß es in Expertenkreisen.

Bis zum Jahresende sollen von Kourou aus noch mindestens fünf Ariane-Starts mit insgesamt zehn Satelliten an Bord stattfinden, teilte Arianespace mit. Der nächste Start, eine Ariane 5, sei für den 14. September geplant. Die Auftragsbücher sind nach den Angaben voll: 40 Satelliten verschiedener Gesellschaften sollen im Weltraum platziert werden, mit einem Gesamtauftragswert von 3,26 Milliarden Euro.

Fernsehen für Brasilien und Marokko

Bei den beiden Satelliten handelt es sich nach Angaben der Betreibergesellschaft um Brasilsat-B4, den sechsten Satelliten des brasilianischen Kommunikationsbetreibers Embratel, der von dem kalifornischen Unternehmen Hughes Space & Communications gebaut wurde und Nilesat-102, des ägyptischen Unternehmens Nilesat, der vom europäischen Hersteller Astrium im südfranzösischen Toulouse hergestellt wurde.

Von seiner Position oberhalb der Galápagos-Inseln soll Brasilsat-B4 zwölf Jahre lang für die Verbreitung von Fernsehprogrammen und Kommunikationsdiensten in Brasilien sorgen.

Nilesat-102 wird nach den Angaben 16 Jahre lang im Bereich digitales Fernsehen für die Ausstrahlung von Sendungen in der Region Marokko bis hin zu den Golfstaaten zuständig sein.



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