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Madrid: Goldschatz ante portas

Foto: Emilio Naranjo/ dpa

Schiffswrack-Fund 200 Jahre alter Goldschatz in Madrid angekommen

Einer der größten Schätze, die je aus einem Schiffswrack geborgen wurden, ist auf dem Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz in Madrid gelandet: Nach einem jahrelangen Rechtsstreit mussten die USA die 200 Jahre alten Münzen und Barren im Wert von etwa 380 Millionen Euro an Spanien zurückgeben.

Atlanta/Madrid - Es ist das Ende eines langen Rechtsstreits: Nach mehr als 200 Jahren hat Spanien einen Schatz im Wert von etwa 380 Millionen Euro zurückbekommen. Zwei spanische Militärmaschinen mit etwa 17 Tonnen Silber- und Goldmünzen an Bord landeten aus Florida kommend auf dem Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz in Madrid. Unter Bewachung von 30 Sicherheitskräften der Guardia Civil sollte der Schatz ausgeladen und an einen nicht genannten Ort gebracht werden, wie der staatliche Fernsehsender RTVE berichtete.

Alle seien erleichtert, dass der Schatz sicher in Spanien eingetroffen sei, sagte ein Sprecher der Guardia Civil. Die Münzen stammen aus dem Wrack der spanischen Galeone "Nuestra Señora de las Mercedes", die 1804 auf dem Rückweg aus Südamerika vor der Küste Portugals in der Nähe von Gibraltar von britischen Kriegsschiffen versenkt wurde. Das Schiff soll zu dem Zeitpunkt 200 Menschen an Bord gehabt haben.

Die Münzen sind Teil des nationalen Erbes

Das US-Unternehmen Odyssey Marine Exploration hatte das Silber 2007 geborgen und nach Florida gebracht. Nach einem fast fünfjährigen Rechtsstreit entschied ein US-Berufungsgericht im Januar, dass die Firma den Fund an Spanien zurückgeben müsse. Der Schatz besteht aus mehr als 594.000 Münzen und anderen Artefakten. Das spanische Kulturministerium betrachtet die Münzen als Teil des nationalen Erbes und hat ausgeschlossen, dass sie zur Begleichung von Staatsschulden verkauft werden könnten.

Im September 2011 wurde das Unternehmen bereits dazu verurteilt, den Schatz an Spanien zurückzugeben. Es beantragte daraufhin, das Verfahren bis zu einer möglichen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs einzufrieren. Ein US-Berufungsrichter wies diesen Antrag jedoch zurück.

Das Urteil dürfte bedeuten, dass Spanien den Schatz für immer behält. Mit genau diesem Argument hatte Odyssey auch die Aussetzung des Verfahrens beantragt: Madrids Position sei es, nicht der amerikanischen Rechtsprechung zu unterliegen. Deshalb sei davon auszugehen, dass der Schatz, sollte er einmal nach Spanien überstellt werden, "niemals an Odyssey oder die USA zurückgegeben wird".

jjc/dapd
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