Schweben auf Stelzen Die Teststrecke im Emsland

Die Transrapid-Versuchsanlage im Emsland ist 31,8 Kilometer lang. Seit Mitte der achtziger Jahre testen Ingenieure darauf Transrapid-Züge.

Seit 1984 fährt die Magnetschwebebahn Transrapid auf Europas längster Teststrecke im Emsland. Auf der 31,8 Kilometer langen Versuchsanlage erreicht die Schnellbahn Geschwindigkeiten bis zu 450 Stundenkilometern. Dieser Rekord wurde am 10.06.1993 aufgestellt.

Die Strecke mündet im Norden und Süden in zwei Wendeschleifen - dazwischen liegt ein 12 Kilometer langer Abschnitt, auf dem die Höchstgeschwindigkeiten erreicht werden. Die Versuchsanlage liegt zwischen den Gemeinden Dörpen und Lathen im Kreis Emsland nahe der holländischen Grenze. Betrieben wird die Transrapid Versuchsanlage Emsland von der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) mit Sitz in Ottobrunn.

Baubeginn war 1980, der erste Bauabschnitt, die 20 Kilometer lange Nordschleife, wurde 1984 fertiggestellt. Die Teststrecke ist auch als Ausflugsziel beliebt. An vier Tagen in der Woche können Passagiere in der Bahn mitfahren.

Der Transrapid verfügt über ein berührungsfreies Antriebs- und Bremssystem, "schwebt" also auf der eingleisigen Trasse. Der Transrapid wird von den Firmen ThyssenKrupp und Siemens gebaut. In China gibt es derzeit die einzige kommerzielle Transrapidstrecke der Welt, sie verbindet den Flughafen Schanghais mit dem Finanzzentrum der Millionenstadt.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern pro Stunde überwindet der Transrapid die dortige 30 Kilometer in acht Minuten. Geplant ist eine Verlängerung um 160 Kilometer bis Hangzhou. Im Herbst soll über den Bau einer Flughafen-Anbindung in München entschieden werden.

hda/dpa/Reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.