Schweinegrippe Zwei weitere Tote in den USA

Die Schweinegrippe breitet sich in den USA weiter aus: Nach offiziellen Angaben sind bereits in der vergangenen Woche zwei Menschen an dem Virus gestorben. Bei den Opfern handelt es sich um einen Mann aus Texas und eine Frau aus Arizona.

Washington - Immer mehr Menschen erkranken in den USA an der Schweinegrippe, nun hat die Krankheit auch zwei weitere Todesopfer gefordert. Wie der Bundesstaat Texas am Freitag bekanntgab, starb bereits in der vergangenen Woche ein etwa 30 Jahre alter Mann in Corpus Christi am Virus H1N1. Es ist bereits der dritte tödliche Fall von Schweinegrippe in Texas.

Das Opfer soll schon vor der Infektion mit dem neuartigen Virus an Herzproblemen gelitten haben. Sein gesundheitlicher Zustand hätte es dem Mann erschwert, jegliche Virus-Infektion zu überleben, sagte ein Sprecher.

Das US-Zentrum für Krankheitsüberwachung und Prävention (CDC) teilte zudem mit, dass ebenfalls in der vergangenen Woche eine Frau aus Arizona an der Schweinegrippe gestorben ist. Damit ist die Zahl der Schweinegrippe-Toten in den USA auf insgesamt fünf gestiegen.

Auch die Zahl der Infektionen mit dem Virus nimmt zu. Laut CDC sind landesweit womöglich mehr als 4700 Menschen in 47 Bundesstaaten infiziert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht derzeit von insgesamt etwa 7500 Infektionen weltweit aus.

Neue Verdachtsfälle wurden auch aus New York City gemeldet. Im Stadtteil Queens wurden drei Schulen mit insgesamt etwa 4500 Schülern geschlossen. Ein mit dem H1N1-Virus infizierter Lehrer befinde sich in einem ernsten Zustand, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Außerdem hätten mindestens vier Schüler derselben Schule das Virus. Es gebe dort eine "ungewöhnliche Anzahl grippeähnlicher Erkrankungen", sagte Bloomberg.

So seien an einer Schule 50 Schüler mit Grippesymptomen nach Hause geschickt worden, an einer weiteren hätten am Donnerstag 241 Schüler im Unterricht gefehlt, an der dritten seien 29 Kinder mit grippeähnlichen Symptomen registriert.

Das Schweinegrippe-Virus

hut/AFP/AP/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.