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16. Mai 2015, 08:27 Uhr

Sex-Studie

Forscher vermessen die weibliche Lust

Schnell und wild - oder lieber zärtlich und schüchtern? Was wollen Frauen beim Sex? Nach SPIEGEL-Informationen zeigt eine Langzeitstudie, wie stark sich die weibliche Lust in den vergangenen Jahren verändert hat.

Der Fragen gab es viele: Sind Frauen heute alle aufgeklärt? Denken sie an Sex wie Männer? Oder träumen sie vor allem von der großen Liebe? Die Ergebnisse in Kürze: Junge Frauen zeigen sich heute offener für neue Sexpraktiken als in den Neunzigerjahren - und sind dennoch treuer als damals. Das zeigt die Langzeitstudie "Studentische Sexualität im Wandel", über deren noch unveröffentlichte Ergebnisse der SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe berichtet. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Bei der aktuellen Befragung des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gaben 44 Prozent der Frauen an, schon einmal mit ihrem Partner Pornos geschaut zu haben; Mitte der Neunziger waren es knapp 30 Prozent. Der Anteil der Frauen, die schon einmal Erfahrungen mit Fesselspielen gemacht haben, hat sich sogar verdoppelt: von 18 auf 36 Prozent. "Häufig bleibt es aber beim einmaligen Ausprobieren", erklärt Studienleiter Arne Dekker im SPIEGEL. 38 Prozent der befragten Studentinnen benutzen Vibratoren, vor 16 Jahren waren es nur elf Prozent.

Bei aller Offenheit für sexuelle Experimente: Fremdgehen ist verpönt. Während Anfang der Achtzigerjahre 34 Prozent der Studentinnen angaben, ihren Partner schon einmal betrogen zu haben, sind es heute nur acht Prozent.

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