Sexualhormon Vaterschaft senkt Testosteronspiegel im Blut

Die Macht der Hormone: Ein Kind verändert nicht nur den Alltag der Eltern, sondern auch den Testosteronpegel des Vaters. In einer Langzeitstudie haben Forscher gemessen, wie der Sexualhormon-Spiegel im Blut frischgebackener Väter sinkt. Dabei machten sie ein paar erstaunliche Beobachtungen. 

Vater und Sohn: Testosteron-Level verändert sich im Blut werdender Väter
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Vater und Sohn: Testosteron-Level verändert sich im Blut werdender Väter


Evanston - Sexualhormone vermögen im Körper einiges anzustellen. Testosteron ist jener Botenstoff, der im Laufe der Kindesentwicklung aus einem Ungeborenen einen Jungen macht und im Erwachsenen mitunter für allerlei Gefühlsregungen sorgt. Doch im Laufe des Lebens ändert sich der Testosteronspiegel des Mannes, besonders dann, wenn er Vater wird: Das Testosteron im Blut sinkt.

In einer Langzeitstudie auf den Philippinen haben US-Forscher festgestellt, dass werdende Väter vor der Geburt des Kindes deutlich mehr Testosteron im Blut haben. Kommt das Kind zur Welt, sinkt das Testosteron, berichten Forscher um Christopher Kuzawa von der Northwestern University in Evanston (US-Staat Illinois) jetzt im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" - und bestätigen damit Vermutungen und Beobachtungen der vergangenen Jahre.

Eine Vaterschaft könnte womöglich zu einem Sinken des männlichen Geschlechtshormons führen, lautet das Fazit der Forscher. Und: Je mehr sich die Väter um ihren Nachwuchs kümmerten, desto weniger Testosteron wiesen sie im Blut der Männer nach.

Vorangegangene Studien hatten bereits gezeigt, dass Väter niedrigere Werte des männlichen Geschlechtshormons im Blut hatten als Single-Männer. Laut Kuzawas Team war jedoch nicht geklärt, ob die Vaterschaft das Testosteron unterdrückt - oder ob Männer mit einem niedrigen Testosteronwert eher Nachwuchs bekommen als andere.

Nun zeigte die Langzeitstudie: Je höher der Testosteronspiegel der Männer zu Beginn der Untersuchung war, desto höher war auch die Wahrscheinlichkeit, später Vater zu werden. Dies legt den Autoren zufolge nahe, dass das Hormon tatsächlich eine Rolle bei der erfolgreichen Suche nach einer Partnerin spielt. Lange Zeit habe die Familie auf den Philippinen eine große Rolle bei der Auswahl der Partner gespielt; dies habe sich aber in den vergangenen Jahren geändert.

Die Männer wurden jeweils in den Jahren 2005 und 2009 untersucht, zu Beginn der Studie waren sie durchschnittlich 21,5 Jahre alt. Die Testosteronwerte im Blut wurden jeweils morgens und abends gemessen. Während des Studienzeitraums ging ein Drittel der Männer eine feste Partnerschaft ein und bekam Nachwuchs.

War das Kind da, sank der Testosteronspiegel im Blut sehr viel stärker als bei den Singles. Väter mit Neugeborenen zeigten einen größeren, vorübergehenden Abfall des Testosteronwerts im Vergleich zu den Vätern, deren jüngstes Kind schon älter als einen Monat war.

Die Ergebnisse decken sich laut Kuzawa mit denen aus Tierstudien, etwa bei Vögeln. Das Hormonsystem vermittle also im Körper, wie viel Männer jeweils in die Partnersuche und in das Aufziehen der Kinder investieren, schreiben die Autoren.

cib/dpa



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MaxGrabowski 13.09.2011
1. Nischt neuet!
Wer sich die Wünsche der deutschen Frauenfront und ihre Helferpostillen, samt den Gendermainstream-Politikerinnen anguckt, und den zu vermitteln veruschenden Trend überschaut, hat das schon lange gewusst: "Babysittende Väter sind ja so süß und werden auch mal zum Häkeln sogar schon." Einziges Ziel ist es den Testosteron-Anteil in der Gesellschaft zu senken! Weil der ist ja für alles böse verantwortlich. Damit es keine Männer mehr gibt, die ihnen im Weg stehen könnten ihre Ziele umzusetzen: Shopping und Fremdgehen (dann mit zugewanderten Testosteron-Bullen). Frauen wollen schon immer ihre Männer 'Betaisieren' (vom Alpha-Männchen zum hausinternen Ja-Sager machen). Neuerdings erfolgt diese Domestizierung allerdings gesellschaftsweit. Deshalb sollen se ja alle Elternzeit nehmen. Testosteron-Senkung durch die Hintertür. Frag mich wo die Männer bleiben, die dagegen etwas tun (außer auswandern und Russinnen heiraten)! Männerbashing ist seit Jahren zur Un-Kultur geworden. Fragte mich mal eine Beziehung, ob ich denn, wenn ein Kind da wäre, zu Hause bleiben würde, wenn sie in die Disko gehen wollte? Hehe,... eene, die schon alleine beim Fahrradfahren kommt. Gleich abgeschossen ! Nettes Beispiel von ner Heulsuse von heute: http://www.radioeins.de/programm/programmbeitraege/aktuell/der_mann_von_heute.html Habe ich da heute was über Männerlandschaften gehört, wo die shoppende Frau ihren Mann abgeben kann? Einfach nur krank, der deutsche 'Zeitgeist'! Wird Zeit, daß der verbleibende Rest an Männern zu Rockern wird und sich den Dreck nicht gefallen lässt! Da kann man wenigstens immer auf die 'clubinternen' Stuten zurückgreifen. Mann könnte fast in Versuchung geraten, den Islam aus reinem Pragmatismus anzunehmen! Religion interessiert nicht! Fünf Frauen zu Hause und Kinder ohne Ende - und alle haben nischt zu melden außer dem Alten. Wär auf jeden Fall eine Option, wenn das so weitergeht.
JaguarCat 13.09.2011
2. Natürliche Reaktion
Ja, Schlafmangel und Stress drücken den Testosteron-Spiegel, leidenschaftlicher Sex und Sport erhöhen ihn. Mit Baby im Haus hat man nun von ersterem meist mehr und von letzterem meist weniger. Selbst dann, wenn man in einer der von MaxGrabowski empfohlenen Muslim-Macho-Beziehungen leben sollte. Jag
zombie-huntress 13.09.2011
3. *
Zitat von MaxGrabowskiWer sich die Wünsche der deutschen Frauenfront und ihre Helferpostillen, samt den Gendermainstream-Politikerinnen anguckt, und den zu vermitteln veruschenden Trend überschaut, hat das schon lange gewusst: "Babysittende Väter sind ja so süß und werden auch mal zum Häkeln sogar schon." Einziges Ziel ist es den Testosteron-Anteil in der Gesellschaft zu senken! Weil der ist ja für alles böse verantwortlich. Damit es keine Männer mehr gibt, die ihnen im Weg stehen könnten ihre Ziele umzusetzen: Shopping und Fremdgehen (dann mit zugewanderten Testosteron-Bullen). Frauen wollen schon immer ihre Männer 'Betaisieren' (vom Alpha-Männchen zum hausinternen Ja-Sager machen). Neuerdings erfolgt diese Domestizierung allerdings gesellschaftsweit. Deshalb sollen se ja alle Elternzeit nehmen. Testosteron-Senkung durch die Hintertür. Frag mich wo die Männer bleiben, die dagegen etwas tun (außer auswandern und Russinnen heiraten)! Männerbashing ist seit Jahren zur Un-Kultur geworden. Fragte mich mal eine Beziehung, ob ich denn, wenn ein Kind da wäre, zu Hause bleiben würde, wenn sie in die Disko gehen wollte? Hehe,... eene, die schon alleine beim Fahrradfahren kommt. Gleich abgeschossen ! Nettes Beispiel von ner Heulsuse von heute: http://www.radioeins.de/programm/programmbeitraege/aktuell/der_mann_von_heute.html Habe ich da heute was über Männerlandschaften gehört, wo die shoppende Frau ihren Mann abgeben kann? Einfach nur krank, der deutsche 'Zeitgeist'! Wird Zeit, daß der verbleibende Rest an Männern zu Rockern wird und sich den Dreck nicht gefallen lässt! Da kann man wenigstens immer auf die 'clubinternen' Stuten zurückgreifen. Mann könnte fast in Versuchung geraten, den Islam aus reinem Pragmatismus anzunehmen! Religion interessiert nicht! Fünf Frauen zu Hause und Kinder ohne Ende - und alle haben nischt zu melden außer dem Alten. Wär auf jeden Fall eine Option, wenn das so weitergeht.
Guten Abend, ich verstehe den Zusammenhang zwischen den Untersuchungsergebnissen der wissenschaftliche Studie (und dem daraus entstandenen SPON-Artikel) und ihren kontroversen, aufrüttelnd gedachten Äußerungen nicht und bitte diesbezüglich um Erklärung.
bossse 13.09.2011
4. Erklärung
Zitat von zombie-huntressGuten Abend, ich verstehe den Zusammenhang zwischen den Untersuchungsergebnissen der wissenschaftliche Studie (und dem daraus entstandenen SPON-Artikel) und ihren kontroversen, aufrüttelnd gedachten Äußerungen nicht und bitte diesbezüglich um Erklärung.
Auf diese Erklärung wäre ich mal gespannt. Ich hoffe mal, dass dieser Kommentar nicht ganz ernst gemeint war. Ich würde nämlich auch mal gerne wissen, wann und wo denn alle deutschen Frauen gemeinsam diese Pläne aushecken.
Wellenbrett, 14.09.2011
5. kein Kausalschluß möglich
Obwohl ich das Ergebnis der Studie plausibel finde, möchte ich darauf hinweisen, daß eine Langzeitstudie aus methodischen Gründen keine kausalen Schlüsse zuläßt - was die Überschrift des Artikels aber suggeriert. Was die Studie zeigt ist, daß Vaterschaft mit gesenktem Testosteronspiegel korreliert; ähnlich wie die Storchenpopulation in Deutschland mit der Geburtenrate bei Menschen korreliert (ja, tut sie !).
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