Siamesische Zwillinge Ahmed und Mohammed sind getrennt

Der riskante Eingriff, bei dem die am Kopf zusammengewachsenen Jungen getrennt wurden, ist geglückt. Jetzt operieren zwei Expertenteams weiter, um die Schädelbereiche der Brüder neu zu gestalten.


Siamesische Zwillinge Mohammed und Ahmed: Trennung erfolgreich
AP

Siamesische Zwillinge Mohammed und Ahmed: Trennung erfolgreich

Der erneute Eingriff soll rund sechs Stunden dauern. Ärzte am Children's Medical Center im US-Bundesstaat Texas hatten den Zustand der Zwillinge Ahmed und Mohammed Ibrahim zuvor als stabil bezeichnet.

Die erste Operation der Jungen hatte am Samstagmorgen begonnen und war nach 26 Stunden erfolgreich beendet worden. Insgesamt mussten vor der Trennung 100 Blutgefäße umgeleitet werden. Zwischendurch hatten die Ärzte befürchtet, die beiden kleinen Ägypter vier Tage lang operieren zu müssen, dann jedoch erwiesen sich die Komplikationen kleiner als gedacht.

Der Eingriff in Dallas, an dem ein 40-köpfiges medizinisches Team beteiligt ist, war ein Jahr lang vorbereitet worden. Die Kinder lagen zunächst zusammen auf einem speziell für sie gebauten Operationstisch, der ihre Körper ganz umschloss und sich in der Längsachse um 360 Grad drehen ließ. Nach der Trennung wurde der Tisch in zwei Teile auseinander genommen.

Die Jungen hatten eigenständige Gehirne, teilten sich aber Dutzende von Blutgefäßen. Die Unterbrechung ihrer Blutversorgung stellte das größte Problem bei der Trennung dar. Als besonders kritisch galt die Teilung einer großen Vene, die bislang das Blut aus beiden Gehirnen abführt.



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