Singapur Siamesische Zwillinge erfolgreich getrennt

Zwei Wochen nach der tödlichen Trennung der erwachsenen Schwestern Ladan und Laleh haben Ärzte in Singapur erneut siamesische Zwillinge operiert. Der Eingriff an zwei Babys verlief offenbar planmäßig.


Siamesische Zwillinge aus Südkorea: Am Rückgrat verwachsen
DPA

Siamesische Zwillinge aus Südkorea: Am Rückgrat verwachsen

Vor zwei Wochen waren in der Raffles-Klinik die am Kopf zusammengewachsenen Zwillinge Ladan und Laleh Bidschani nach einer missglückten Operation gestorben, nun haben die Ärzte des Singapurer Krankenhauses bereits die nächste Trennung gewagt. Diesmal scheinen die Mediziner Erfolg zu haben: Den vier Monate alten Mädchen gehe es gut, sagte am Dienstag ein Sprecher der Klinik.

Die Schwestern aus Südkorea, deren Trennung eine Stunde und 40 Minuten dauerte, waren am unteren Rückgrat miteinander verwachsen. Manche Organe im Unterleib lagen sehr dicht beeinander, dennoch hatten die Ärzte den Mädchen Min Sa Rang und Min Ji Hye eine Überlebenschance von mehr als 85 Prozent eingeräumt. Die Trennung von siamesischen Zwillingen im Kleinkindalter ist vergleichsweise aussichtsreich.

Medienberichten zufolge waren die Eltern der Mädchen im vorigen Monat mit Hilfe einer christlichen Gruppe nach Singapur gekommen. In ihrer Heimat laufe derzeit eine Spendenaktion, um die Kosten der Operation in Höhe von rund 25.000 Euro zusammenzubekommen.

An dem Eingriff war auch der Singapurer Neurochirurg Keith Goh beteiligt, der die Operation an den aus Iran stammenden, erwachsenen Zwillingen Ladan und Laleh geleitet hatte. Die Schwestern waren nach einem mehr als 50-stündigen Eingriff an hohem Blutverlust bei der Trennung ihrer Gehirne gestorben. Der Tod der 29 Jahre alten Schwestern hatte weltweit Bestürzung ausgelöst.



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