Studie Kaffee macht krank

Eine finnische Studie kommt zu dem Schluss, dass hoher Kaffeekonsum rheumatische Gelenkentzündungen fördern kann.

Finnische Wissenschaftler fanden in einer Langzeitstudie - über 15 Jahre hinweg wurden Daten von 19.000 Menschen ausgewertet - heraus, dass mehr als vier Tassen pro Tag der Gesundheit nicht unbedingt förderlich sind. Die Versuchsgruppe, die diese Menge oder noch mehr zu sich nahm, zeigte doppelt so häufig Anzeichen für rheumatische Symptome. Dies berichtet das Fachjournal "Annals of the Rheumatic Diseases".

Diese Erkenntnisse wurden durch eine weitere Studie mit 7000 Teilnehmern bestätigt: Bei Hardcore-Kaffeetrinkern (mehr als elf Tassen pro Tag) kam ein Rheuma-Indikator sogar noch 15-mal häufiger vor.

Unbekannter Inhaltsstoff?

Diese Zusammenhänge hielten sogar einem Abgleich mit anderen Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchen und Gewicht stand. Die Autoren rund um Markku Heliövaara vom nationalen Gesundheitsinstitut in Helsinki vermuten insbesondere in ungefiltertem Kaffee einen noch unbekannten Inhaltsstoff, der die Produktion des Rheumafaktors auslöst. Dieser könne dem Auftreten des Gelenkrheumatismus um Jahre vorausgehen und führe so zwangsläufig zu einem erhöhten Risiko.