Bildband über Versuchstiere Aus die Maus

Labormäuse müssen sterben, um dem Menschen zu neuen Erkenntnissen und Therapien zu verhelfen. Ein Fotografenpaar hat die Tiere nun fernab von Tierversuchsklischees inszeniert - als eine Art Dank.
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"Thank you, mouse!", heißt das Buch, für das das Fotografenpaar Heidi und Hans-Jürgen Koch Versuchsmäuse fotografiert hat. Ihre Arbeit ist eine Hommage an die Tiere, denen der Mensch so viel zu verdanken hat.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
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Buchcover: Der 96-seitige Buchband erscheint im März 2020 in der "Edition Lammerhuber" und kostet 39,90 Euro, vorbestellbar hier . Die Fotografin Heidi Koch hat Sozialarbeit studiert, ihr Mann Hans-Jürgen ist Verhaltensforscher.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
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Allein 2018  wurden 2,8 Millionen Tiere in wissenschaftlichen Versuchen verwendet oder getötet, 1,5 Millionen davon waren Mäuse. Die Nager dienen als sogenannte Modellorganismen - sie werden genetisch so verändert, dass sie anfällig für bestimmte Krankheiten sind. Forscher können so die Auslöser für die Leiden und mögliche Therapieansätze untersuchen.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
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"Dies ist eine kurze Geschichte der Labormaus, die eigentlich Menschenmaus heißen müsste", lautet ein Satz im Buch. So verschieden Mensch und Maus auch seien, mehr als 95 Prozent des Erbguts stimmten überein.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
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Auch das Verhalten der Labormäuse erinnert mitunter an das des Menschen - er hat sie sich so herangezüchtet. Manche Stämme neigen zu Fettleibigkeit, Diabetes und Arterienverkalkung, sie mögen Alkohol und ihre Nahrung am liebsten süß und fettig.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
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Schon im 20. Jahrhundert nutzte der Biologe William Ernest Castle Mäuse, um herauszufinden, ob die Mendelschen Vererbungsregeln auch für Säugetiere - und damit auch für den Menschen - gelten. Das ist der Fall. Heute erforschen Wissenschaftler mithilfe von Mäusen unter anderem Depressionen, Krebsleiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
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Mäuse wurden auch deshalb zu beliebten Versuchstieren, weil sie günstig und leicht zu halten sind und sich schnell fortpflanzen. Forscher können so in vergleichsweise kurzer Zeit untersuchen, wie sich Erkrankungen über Generationen entwickeln. Inzwischen lassen sich manche Tierversuche ersetzen, dann kommen etwa im Labor gezüchtete Miniorgane um Einsatz. Soll allerdings die Wirkung eines Stoffs auf den gesamten Organismus getestet werden oder eine Körperfunktion untersucht werden, die im Detail noch nicht verstanden ist, geht das nur mithilfe von Tieren.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
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Ist der Einsatz von Mäusen in der Forschung moralisch zu rechtfertigen - oder möglicherweise geradezu ethisch notwendig? Auch um diese Frage kreist das Buch und kommt zu einem klaren Schluss: Der Mensch hat der Maus viel zu verdanken. Er sollte ihr mit Respekt begegnen, wenn er sie zu seinem Nutzen einsetzt. Danke, Maus.

Foto: Heidi & Hans-Jürgen Koch
jme
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