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21. Oktober 2008, 08:26 Uhr

Trainingseffekt

Sportler produzieren in Ruhe schneller Energie

Training lohnt sich: Ausdauersportler haben im Vergleich zu "Couch Potatoes" auch in Ruhe erhöhte Stoffwechselraten in ihren Muskeln. Allerdings produzieren sie in ihren Muskeln nur schneller den Energieträger ATP, aber nicht mehr davon.

Ein intensives Training macht sich nicht nur bei sportlicher Betätigung bemerkbar. Training bewirkt, dass auch im Ruhezustand Sportler in ihren Muskeln schneller Energie bereitstellen. Das haben US-Forscher herausgefunden, als sie bei jungen Langstreckenläufern und weniger aktiven Gleichaltrigen die chemische Aktivität in den Muskeln bestimmten.

Marathonläufer: Schnellere Energiebereitstellung in den Muskeln
REUTERS

Marathonläufer: Schnellere Energiebereitstellung in den Muskeln

Die Verbrennung von Nährstoffen in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, war bei den Läufern um 54 Prozent höher. Dies lege nahe, dass gut trainierte Sportler im Ruhezustand mehr Nahrung in Wärme umsetzen, schreiben die Wissenschaftler um Douglas Befroy von der Yale-Universität in New Haven im Fachmagazin " Proceedings Of The National Academy Of Sciences".

Sie untersuchten in ihrer Studie sieben Ausdauersportler, die mehr als vier Stunden wöchentlich trainierten, und acht untrainierte Freiwillige mit ähnlicher Statur und Größe. Zum Einsatz kam bei den Messungen ein Magnetresonanztomograph, mit dem die Forscher den Umsatz bestimmter Stoffwechselreaktionen ganz gezielt aufzeichnen konnten.

So maßen die Forscher in der Wade der Probanden den Umsatz im sogenannten Citratzyklus und die Rate, mit dem das Molekül Adenosintriphosphat (ATP) produziert wurde. Der Citratzyklus ist eine der zentralen Stoffwechselreaktionen im Körper: Organische Produkte wie Fette oder Zucker werden dabei über Verbrennungsreaktionen in für den Energiebedarf des Organismus nutzbare Produkte umgesetzt. Das Molekül ATP hingegen ist der eigentliche Brennstoff, mit dem die Zelle ihren Energiebedarf deckt.

Bei den Sportlern war der Umsatz im Citratzyklus im Vergleich zu den "Couch Potatoes" deutlich erhöht, ergaben die Messungen. Dagegen war die Menge des produzierten ATP bei beiden Gruppen gleich hoch. Das deute darauf hin, dass sich bei intensivem Training die Verbrennung von Nährstoffen von der Produktion des eigentlichen Energieträgers ATP entkopple, sagen die Forscher. Sportler setzten daher wohl mehr Energie direkt in Wärme um als Nichtsportler. Diese Trennung von Verbrennung von Fett und Energieproduktion liefere auch eine weitere Erklärung dafür, warum Sport einer Unempfindlichkeit gegen Insulin und damit Diabetes entgegenwirken kann.

lub/ddp

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