Umwelt-Versprechen Japan gibt 100 Millionen Dollar für Klimaschutz

Japan will beim Umweltschutz und Energiesparen die globale Nummer eins werden. Jetzt hat das Land 100 Millionen Dollar zur Bekämpfung des Klimawandels zur Verfügung gestellt - und will noch mehr tun.

Kyoto - Die Summe soll in zwei Fonds fließen und unter anderem zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen genutzt werden. Außerdem werde das Land in den kommenden fünf Jahren Kredite in einer Gesamthöhe von zwei Milliarden Dollar für die Förderung nachhaltiger Entwicklungsprojekte bereitstellen, sagte Finanzminister Koji Omi auf dem Jahrestreffen der Asiatischen Entwicklungsbank.

Rund 30 Prozent des weltweiten Energiekonsums würden in Asien verbraucht, sagte er. Es sei zu erwarten, dass der Energieverbrauch der Region sich bis zum Jahr 2030 verdoppeln werde. Ein effizienterer Einsatz der Ressourcen und die Reduzierung der C02-Emissionen seien notwendig, um nachhaltiges Wachstum in der Region und weltweit zu gewährleisten.

Japan will sich mit Blick auf den Weltwirtschaftsgipfel nächstes Jahr im eigenen Land international als die führende Nation in Sachen Umweltschutz und Energieeinsparung profilieren. Finanzminister Omi sprach sich für ein neues Abkommen zur Eindämmung der Treibhausgase ab 2013 aus. Es sei notwendig, dass sich auch die USA, China und Indien daran beteiligten.

Die ADB hatte bereits am Freitag beschlossen, im kommenden Jahr 900 Millionen Dollar in Projekte zur Förderung umweltfreundlicher Energien zur Verfügung zu stellen. Das Geld soll vor allem in China, Indien, Indonesien, Pakistan, den Philippinen und Vietnam eingesetzt werden. In den kommenden zwei Jahren sollen die Investitionen im Umweltsektor weiter erhöht werden.

Am Tagungsort der zweitägigen ADB-Sitzung war 1997 das Kyoto- Protokoll zur Reduzierung der Treibhausgase verabschiedet worden.

itz/dpa/AFP

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.