USA Bush kippt Gesetz zu Stammzellenforschung

US-Präsident Bush hat ein umstrittenes Gesetz zur Ausweitung der Stammzellenforschung in den USA mit seinem Veto zu Fall gebracht. Die Vorlage war vom konservativ-religiösen Lager heftig kritisiert worden - das Veto hatte Bush schon vor der Verabschiedung im Kongress angedroht.


Washington - Der demokratisch dominierte Kongress hatte das Gesetz vor knapp drei Wochen mit großer Mehrheit beschlossen - wohl wissend, dass Bush von seinem Einspruchs-Recht gebrauch machen würde. Das Gesetz sieht vor, die äußerst strengen Beschränkungen für die staatliche Förderung der Forschung an embryonalen Stammzellen in den USA zu lockern.

Bush torpedierte das Gesetz nicht nur mit seinem Veto, er wolle zudem die Regierung anweisen, alternative Forschungen zu unterstützen, sagte der Sprecher des Präsidialamts, Tony Snow.

Die embryonale Stammzellenforschung gehört zu den umstrittensten Themen in den USA. Nach Meinung von konservativ-religiösen Organisationen ist die staatliche Unterstützung der Forschung an Stammzellen abzulehnen, weil dadurch menschliches Leben in Form von Embryonen vernichtet werde. Die Befürworter verweisen hingegen darauf, dass diese Forschung Fortschritte im Kampf gegen bisher unheilbare Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder Krebs verspricht.

reh/AP/AFP



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