USA Chemieprofessoren wegen Meth-Produktion verhaftet

Die Geschichte erinnert an die Serie "Breaking Bad": Im US-Bundesstaat Arkansas wird zwei Hochschullehrern vorgeworfen, an der Henderson State University Meth hergestellt zu haben.

Meth: Die Abhängigkeit begünstigt Depressionen, Paranoia und Schlafstörungen
James C Hooper/ Getty Images

Meth: Die Abhängigkeit begünstigt Depressionen, Paranoia und Schlafstörungen


In den Fokus der Ermittlungen gerieten die Professoren, weil am 8. Oktober in der Henderson State University in Arkadelphia ein auffälliger Geruch gemeldet wurde. Mehr als einen Monat später wurden die Hochschullehrer Terry B. und Bradley R. am vergangenen Freitag festgenommen, berichtet das Clark County Sheriff's Office. Sie müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Den beiden Männern wird vorgeworfen, in den Laboren des zur Universität gehörenden Reynolds Science Centers Methamphetamin hergestellt zu haben. In der Drogenszene ist die Substanz als Crystal Meth bekannt. Zunächst berichtete unter anderem die "New York Times" über den Vorfall.

Als die Laborräume der Universität überprüft wurden, seien auffällige Mengen Benzylchlorid gefunden worden, zitiert die Onlineausgabe der Zeitung eine Sprecherin der Henderson State University. Die beiden außerordentlichen Professoren seien daraufhin beurlaubt worden.

Bei Benzylchlorid handelt es sich um eine stechend riechende, ätzende Flüssigkeit. Sie kann Haut, Augen und obere Atemwege reizen. In der chemischen Industrie wird der Stoff häufig eingesetzt, etwa um Weichmacher oder Farbstoffe herzustellen. Die Substanz ist preisgünstig und kann zur Produktion von Methamphetamin verwendet werden.

Meth macht stark abhängig

Ob der in der Hochschule gemeldete Geruch, der zu den Untersuchungen geführt hat, vom Benzylchlorid stammte oder von einer anderen Substanz, ist unklar.

"Breaking Bad": Walter White macht sich als "Heisenberg" einen Namen in der Drogenszene
Mary Evans/ imago images

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Methamphetamin wirkt über Stunden aufputschend und unterdrückt Angstgefühle. Die Droge macht stark abhängig und kann auf Dauer Nervenzellen im Gehirn unwiderruflich schädigen. Betroffene leiden unter Paranoia, Depressionen und können tagelang nicht schlafen.

Der Fall in den USA erregt große Aufmerksamkeit, weil er an die US-Serie "Breaking Bad" erinnert. In dem Drama erkrankt der Chemielehrer Walter White an Krebs und beginnt Meth herzustellen, um seine Therapie zu finanzieren. Er gibt sich den Namen "Heisenberg", angelehnt an den deutschen Physiker Werner Heisenberg, und entwickelt sich zu einem berüchtigten Drogenboss.

jme/dpa

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