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16. März 2016, 16:02 Uhr

World Happiness Report

Das sind die glücklichsten Nationen

Die Uno hat ihren Glücksreport vorgelegt. Immerhin: Deutschland gehört zu den Top 20.

Wo sind die Menschen am glücklichsten? Zum vierten Mal hat die Uno den "World Happiness Report" herausgegeben. Einen eindeutigen Sieger gibt es aber nicht. Zwar landet Dänemark im Ranking zum dritten Mal auf Platz eins - im Vorjahr hatte den erstmals die Schweiz eingenommen -, allerdings liegen die ersten vier Plätze so nah beieinander, dass statistisch kein sicherer Sieger auszumachen ist.

Sagen lässt sich laut Auswertung aber, dass neben Dänen und Schweizern die Menschen in Island und Norwegen zu den glücklichsten gehören. Unter den Top Ten finden sich zudem Finnland, Kanada, die Niederlande, Neuseeland, Australien und Schweden. Sie hatten es auch im vergangenen Jahr alle in die obersten zehn Plätze geschafft.

Der vom Earth Institute der Columbia-Universität New York für die Vereinten Nationen erstellte Bericht umfasst insgesamt 160 Länder. Ausgewertet werden Daten aus den Sozialsystemen und von Befragungen über die Selbstwahrnehmung der Menschen. So fließen etwa die Lebenserwartung, das Bruttoinlandsprodukt, die soziale Unterstützung und ein möglichst geringer Grad an Korruption in einem Land in die Glücksbewertung ein. Der diesjährige Bericht stützt sich auf Daten aus den Jahren 2013 bis 2015.

Deutschland auf Platz 16

Deutschland landete auf Platz 16, im vorangegangenen Bericht hatte es Platz 26 belegt. Allerdings gibt es auch hier aufgrund statistischer Unsicherheiten einige Plätze Spielraum nach oben und unten. Knapp vor Deutschland liegen Puerto Rico und Costa Rica, knapp dahinter Brasilien und Belgien.

Auf den fünf letzten Plätzen landeten das zerrüttete Bürgerkriegsland Syrien, das gegen radikal-islamische Taliban kämpfende Afghanistan, das ostafrikanische Burundi sowie die westafrikanischen Länder Togo und Benin. Nur fünf der Länder auf den letzten 30 Plätzen liegen nicht in Afrika.

Am stärksten verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr Nicaragua und Sierra Leone, während sich die Lage in Griechenland, Ägypten und Saudi-Arabien mit Blick auf das Glück ihrer Bewohner am stärksten verschlechterte.

"Die Eigenberichte über Glück und Wohlergehen sollten auf der Agenda jedes Landes sein", sagte Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institute. Regierungen von fünf Ländern - Bhutan, Ecuador, Schottland, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela - haben bisher einen eigenen Ministerposten für die Frage des Glücks geschaffen.

jme/dpa

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