Vogelgrippe-Verdacht in Bayern 205.000 Vögel werden getötet

Die Vogelgrippe in Bayern breitet sich offenbar aus. In zwei Entenmastbetrieben in der Oberpfalz wurden Tiere gefunden, die mit dem Virus infiziert sein könnten. Das Verbraucherschutzministerium ordnete die sofortige Keulung von 205.000 Tieren an.


Nittenau - Bei den zwei betroffenen oberpfälzischen Betrieben in Trumling und Hofing handelt es sich um Zweigstellen des bereits von der Vogelgrippe befallenen Betriebs in Wachenroth in Mittelfranken. Dort waren vor zwei Wochen über 160.000 Tiere getötet worden, nachdem der auch für Menschen gefährliche Virus vom Typ H5N1 diagnostiziert worden war.

Nun besteht auch bei den beiden Höfen der Verdacht auf Vogelgrippe. Das bayerische Verbraucherschutzministerium habe telefonisch die sofortige Tötung von 205.000 Tieren angeordnet, teilte das Landratsamt Schwandorf am heutigen Freitag mit. Man warte nur noch auf die schriftliche Anweisung und die notwendigen Gerätschaften zur Tötung sowie zum Abtransport der Vögel.

Bei den jetzt unter konkretem Verdacht stehenden Betrieben waren vorsichtshalber Proben genommen und untersucht worden. Dabei sei offenbar etwas entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Landratsamts. Eine offizielle Bestätigung der Vogelgrippe stehe aber noch aus. Auf dem einen Hof befinden sich rund 25.000 Enten, auf dem anderen rund 180.000 Tiere. Beide Betriebe wurden von den Behörden abgeriegelt.

hda/ddp

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