Wachablösung "Discovery" bringt neue ISS-Crew ins All

Nach mehr als vier Monaten in ihrem unbequemen Zuhause kann sich die erste Besatzung der Internationalen Raumstation auf den Rückflug freuen: Die nächste Schicht ist unterwegs.




Cape Canaveral - Die amerikanische Raumfähre "Discovery" ist zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. Pünktlich um 12.42 Uhr MEZ hob die Fähre vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. In der Nacht zum Samstag soll die Discovery an die ISS andocken.

Der ISS entgegen: Die "Discovery" auf dem Weg ins All
AP Photo/ NASA TV

Der ISS entgegen: Die "Discovery" auf dem Weg ins All

An Bord der Fähre sind neben der vierköpfigen festen Crew auch die drei neuen Bewohner der Raumstation, die das erste Team nach über vier Monaten im All ablösen. Mit der 43-jährigen Amerikanerin Susan Helms zieht erstmals eine Frau in die Station ein. Ihre künftigen Mitbewohner sind der Russe Juri Usaschew, der das Kommando in der ISS übernimmt, und der Amerikaner James Voss.

Die drei neuen Bewohner des Außenpostens der Menschheit im All kennen sich seit langem. Zuletzt waren sie im vergangenen Mai mit der "Atlantis" zur ISS geflogen. Die neue Besatzung wird US-Kommandant Bill Shepherd und die russischen Kosmonauten Juri Gidsenko und Sergej Krikaljow in den kommenden Tagen nach und nach ersetzen. Als erster wird Juri Usaschew in die Raumstation überwechseln und dort Shepherd ablösen. Dann zieht Voss in die Station ein, und einige Tage später folgt schließlich Helms.

Traumstart bei Sonnenaufgang: Die "Discovery" lässt die Sümpfe Floridas hinter sich
AFP

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Der etappenweise Wechsel ist aus Sicherheitsgründen nötig. Die Raumstation verfügt für den Notfall über eine Sojus-Rettungskapsel, in die aber nur drei Astronauten passen. Zudem müssen die Sitze genau an den jeweiligen Astronauten angepasst werden.

An Bord der Discovery befindet sich auch erstmals eine Art fliegender Umzugscontainer. Das in Italien gebaute Modul "Leonardo" ist mit wissenschaftlichen Geräten und Ausrüstungsgegenständen beladen und wird mit Hilfe des Shuttle-Roboterarms an die Station angedockt. Bei seinem ersten Flug transportiert Leonardo sechs Regale mit Geräten für die Kommunikation oder die Stromversorgung.

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