Podcast "Smarter leben" "Mein Leben fühlt sich besser an, weil ich keine riesige Müllspur hinterlasse"

Im Supermarkt oder bei der Online-Bestellung - wir produzieren im Alltag tonnenweise Plastikmüll. Christoph will nicht mehr Teil des Problems sein und verzichtet fast komplett auf Kunststoff. Hier verrät er, wie's geht.

Christoph Schulz: "Ich habe mich gefragt: Wie werde ich Teil der Lösung - und bin nicht mehr Teil des Problems"
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Christoph Schulz: "Ich habe mich gefragt: Wie werde ich Teil der Lösung - und bin nicht mehr Teil des Problems"

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Smarter leben #5 - Wie Christoph es schafft, im Alltag auf Plastik zu verzichten

Mehrere Millionen Tonnen Plastikmüll fließen jährlich in unsere Meere. Und bis eine PET-Flasche verrottet, vergehen 450 Jahre. Trotzdem steigt die weltweite Plastikproduktion immer weiter.

Eine der unzähligen Plastikflaschen, die durch die Ozeane treiben, landete im Sri-Lanka-Urlaub bei Christoph Schulz. Als er sich die Flasche genauer anschaute, fiel sein Blick aufs Haltbarkeitsdatum: 1986 stand da. Seit mehr als 30 Jahren war sie von einer Welle zur nächsten getragen worden, und noch immer schwamm sie durchs Meer. Als Müll. Für Christoph war es der Wendepunkt in seinem Leben. "Ich habe einfach überlegt: Wie werde ich Teil der Lösung und bin nicht mehr Teil des Problems", sagt er rückblickend.

Seit fast drei Jahren verzichtet er nun weitestgehend auf Plastik. Und einiges in seinem Leben hat sich dadurch verändert. Er kauft im Unverpackt-Laden oder auf Wochenmärkten ein, nimmt eine Dose mit zum Schlachter - und einige Produkte stellt er einfach selber her: zum Beispiel Zahnpasta, Spülmittel oder Deo. Und meist darf eine Sache bei der Herstellung nicht fehlen: "Natron ist so ein ziemlich cooles Mittel, das hat Oma schon benutzt zum Reinigen. Da kann man ganz viele Sachen draus herstellen. Das ist eine Geheimwaffe im Haushalt."

Auch sein Berufsleben hat Christoph umgekrempelt. Der Wahlberliner organisiert sogenannte Clean-ups, bei denen er mit anderen Helfern Strände vom Müll befreit, und mit seinem Unternehmen vertreibt er plastikfreie Produkte. Anfang des Jahres hat er auch ein Buch zum Thema plastikfreies Leben veröffentlicht.

Im Podcast erklärt Christoph, wie der Einstieg gelingen kann, wie er mit Rückschlägen umgegangen ist - und welches Gewürz unbedingt in eine selbstgemachte Zahnpasta gehört.

Antworten darauf gibt es in der neuen Folge des Podcasts "Smarter leben".

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insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
leidernein 02.11.2019
1. Soll er doch so tun.
Es ist trotzdem überflüssig, darüber zu berichten und es als das neue Normal zu propagieren. Macht es so, aber postet weniger.
rjumin 02.11.2019
2.
Wenn man bei uns im KAUFLAND Frischwurst kauft, wird diese in Papier eingewickelt, die auf der Unterseite mit einer Plastikfolie versehen ist. Auch auf diese Weise wird einem Plastik untergejubelt.
titeroy 02.11.2019
3. Wir produzieren im Alltag tonnenweise Plastikmüll
Nein, die Produkte, die wir brauchen sind mit unnötig viel Plastik verpackt. Ich produziere kein Plastik. Aber ich kann aben nicht darauf verzichten, Klopapier, Spülmittel und anderes zu kaufen. Die Hersteller müssten in die Pflicht genommen werden, sinnvolle Alternativen zu finden.
juliaz 02.11.2019
4. Luxusleben
So kann man natürlich nur leben, wenn die Infrastruktur stimmt - wenn es "Unverpackt"-Läden gibt, und Wochenmärkte, und echte Fleischer, und trinkbares Leitungswasser.
DKH 02.11.2019
5. Nachdem ich die Aussage über Natron gelesen habe
Wusste ich, was von seinen Ideen zu halten ist. NICHTS! Immerhin sagt er Natron und nicht BACKPULVER. Ich kenne die Märchen, die zu Hauf im Internet über das Wundermittel kursieren. Selbst zum Entkalken wird es empfohlen. Calciumcarbonat mit Natriumhydrogencarbonat auflösen und anderer Unsinn.
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