Meinungsbildung in Netzwerken Am Anfang ist die Illusion

Wie entstehen Revolutionen im Zeitalter digitaler Netzwerke? Womöglich durch eine Illusion, mutmaßen Forscher. Wer gut vernetzt ist, kann anderen eine Massenbewegung vorgaukeln. Und plötzlich marschieren alle los.
Proteste in Tunesien 2011: Warum sahen die jungen Menschen eine Möglichkeit zum Wandel, aber nicht die älteren?

Proteste in Tunesien 2011: Warum sahen die jungen Menschen eine Möglichkeit zum Wandel, aber nicht die älteren?

Foto: Zacarias Garcia/ dpa
Wie die Mehrheitsillusion funktioniert, zeigen diese Netzwerke: Sie bestehen aus 14 Teilnehmern (Knoten), die verschieden stark miteinander verbunden sind. Beide Netzwerke sind identisch, jedoch wurden drei verschiedene Knoten rot angemalt. Die Farbe steht für eine besondere Eigenschaft, etwa eine abweichende Meinung dieses Teilnehmers. Im linken Bild ist jeder weiße Knoten mit mehr roten als weißen Knoten verbunden. Aus der Perspektive dieser Knoten ist die Mehrheit im Netzwerk rot, obwohl die roten Knoten insgesamt in der Minderheit sind. Im rechten Bild hingegen sehen nur wenige Knoten einen roten Knoten. Der Unterschied zwischen beiden Netzwerken ist, dass im linken Bild die am stärksten vernetzten Knoten rot eingezeichnet wurden.

Wie die Mehrheitsillusion funktioniert, zeigen diese Netzwerke: Sie bestehen aus 14 Teilnehmern (Knoten), die verschieden stark miteinander verbunden sind. Beide Netzwerke sind identisch, jedoch wurden drei verschiedene Knoten rot angemalt. Die Farbe steht für eine besondere Eigenschaft, etwa eine abweichende Meinung dieses Teilnehmers. Im linken Bild ist jeder weiße Knoten mit mehr roten als weißen Knoten verbunden. Aus der Perspektive dieser Knoten ist die Mehrheit im Netzwerk rot, obwohl die roten Knoten insgesamt in der Minderheit sind. Im rechten Bild hingegen sehen nur wenige Knoten einen roten Knoten. Der Unterschied zwischen beiden Netzwerken ist, dass im linken Bild die am stärksten vernetzten Knoten rot eingezeichnet wurden.

Foto: USC