Wirklichkeit und Fiktion Das Wesen des Unvorstellbaren

Kann man sich von unmöglichen Dingen eine Vorstellung machen? Auf der Suche nach einer Antwort streift Oswald Egger in einem Essay Poesie, semantische Paradoxa und die Philosophie.


Die Kunst, Populäres noch populärer zu machen und dadurch selbst populär zu werden, ist mir versagt geblieben.

Robotermensch: Ein Leben leben, sein Spiel spielen, Tänze tanzen, Tode sterben
CORBIS

Robotermensch: Ein Leben leben, sein Spiel spielen, Tänze tanzen, Tode sterben

Als Alexius Meinong (1853-1920) diesen Satz in seiner "Selbstdarstellung" kurz vor seinem Tod notierte, hatte er seine Ergebnisse und Denkvorgänge über dasjenige, "was es nicht gibt", bereits in vielen Schriften deponiert: dass es Gegenstände gibt, von denen gilt, dass es derlei Gegenstände nicht gibt. Gegenstände, die in der Erfahrung nicht vorkommen, und die trotzdem bestimmte Eigenschaften haben, lediglich nur nicht existieren, oder Dinge, die es lediglich geben mag, weil - also indem und während - wir sie beobachten ... das sind doch offene Türen, die ins noch immer Offenere führen, und Zugänge zu Landschaften ohne Gegenstand ermöglichen, ja, aber ohne Rede und Realität weder zu vertauschen (noch zu vertuschen). Eine Welt in der Welt (welche schon Hölderlin konstatierte), in der "goldene Berge" zu finden sind, und "runde Vierecke" rollen, Münzen, die selbanderm Schlag sind (unzweiseitig, ohne Prägrand), und wo Worte, wie Blumen, entstehen und vergehen.

Plötzliche, sofort wieder zerfallende, geborgte Bedeutungen, die es - in Wahrheit - zwar gibt, die - in Wirklichkeit - aber nicht existieren.

Diese Unterscheidung, die nicht entscheidet, ob etwas überhaupt existiert oder nur existierend ist, zeigt sich aber ähnlich folgenreich wie die Frage, "warum etwas überhaupt existiert und nicht vielmehr nichts".

Ist die 'Erinnerung der Blätter an den Baum' so gleich und gleich z. B. wie die Feststellung "es schneit" eben eine andere sein wird, als jene "es schneit nicht"?

Im Raum stehen, im Stande sein, in Einklang bringen, übereinstimmend sein, das sind Umschreibungen für den Wunsch, durch und durch die Welt zu dringen, das Stetige und Diskretes ineinsgesetzt zu wissen, das Unentwegte beides, ununterbrochen und unterdessen zu verständigen, Zeit, die man sich nahm, zu haben und zu sein (zu teilen), in Fristen eingefasste Ermessen, deren furiose Vergeblichkeit zumindest zu "nichts" führt, sich von selbst versteht, es gut sein lassen können wird, von Vorhaben zu Vorhaben sich ereignet (oder überdauert), aber auf immer neuere Nichtübereinstimmungen trifft und eröffnet, ungegenwärtig und ungegenständlich "zu sein", sowie sich Wirklichkeit verspricht - aber versagt - bleibt?

Meint ein Wort, was es sagt? Sind Wörter wie "kurz", "dreisilbig", "deutsch" mit ihrer Aussage irgendwie kongruenter (und auch verwandter) als z.B. die Wörter "lang", "einsilbig", oder "french"?

Etwa, weil sie selbst die Eigenschaft, die sie ausdrücken, zeigen? "Deutscher Ausdruck" ist ein deutscher Ausdruck, "vierundzwanzig Buchstaben" hat 24 Buchstaben; andere Wörter, z. B. rot, haben diese Eigenschaft nicht (das Wort "rot" ist und wird nicht rot). Überhaupt - kann ein Satz so falsch sein, dass auch seine Verneinung falsch ist? Wer z.B. sagt: "Dieser Satz besteht aus sieben Wörtern" liegt ja genauso falsch wie derjenige, der ihn verneint: "Dieser Satz besteht nicht aus sieben Wörtern". Entweder hat (oder zeigt) ein Wort die Eigenschaft, die es bezeichnet (und ist übereinstimmend, homolog oder selbstredend, kongruent: irgendwie es selber), oder es hat diese Eigenschaften nicht, dann nennt man es heterolog (von seiner Bedeutung entzweit: es behauptet die Eigenschaft von etwas mehr oder weniger weit davon Entferntem, Gleichem, aber eben nicht sich).

Nun frug ich mich, ob gleich gleich ist oder nicht. Wenn gleich und gleich ein Gleiches meinen, kann dies offenbar von sich aus gesagt werden, weshalb jenes nicht das gleiche, sondern dasselbe meint. Ist es aber ein und dasselbe, kann dieses nicht von sich gesagt sein, weshalb es "ins gleiche geht".

Es gibt Vorstellungen, etwa jene des goldenen Bergs, bei denen kein Gegenstand in der Erfahrung zu finden ist. Trotzdem gibt es in diesem Fall einen Gegenstand, der bestimmte Eigenschaften hat, nur existiert er nicht: Alle semantischen Paradoxa sind verwandt mit jenem, in dem ein Barbier alle Männer seines Dorfes rasiert (die sich eben nicht selbst rasieren) und damit in Frage stellt, ob er auch sich rasiert? Rasiert er sich selbst, dann rasiert er sich nicht (weil er nur jene rasiert, die sich nicht selbst rasieren). Wenn er sich aber nicht selbst rasiert, dann rasiert er sich doch (denn er rasiert ja alle, die sich nicht selbst rasieren).

Die Kompossibilität des Konfusen und auch des Konformen, und die Interimsbilder inzwischen: in Leibniz' wechselständiger Fulguration von winzigen, sofort wieder zerfallenden, geborgten Bedeutungen, die wie Augenblicksgötter koexistierender Zustände zwischen Rede und Realität oszillierten -

Es heißt: Ein Leben leben, sein Spiel spielen, Tänze tanzen, Tode sterben, und Wort für Wort, Ton in Ton, von Zeit zu Zeit, von Klippe zu Klippe, gleichem gleichkommen, wie in einer Welt in der Welt (noch einmal), Hölderlins "Hyperbel der Hyperbel": Der Gegensatz des Gleichen und Verschiedenen ist gleichfalls, ein fließender.

Ich suche - allenthalben - Unbedingtes, und finde überall nur Dinge (und diese sie umringenden Bedingungen). Nur - sind die Dinge, wie sie sind? Könnte ich mir von unmöglichen Dingen eine Vorstellung machen? Sind die Dinge, wie sie sind, in Worten, irgendwie in den Worten, ich meine, erinnert darin?

Ich bin mir - gegenwärtig - aber nicht mehr so sicher, ob es ein großer Wurf ist, wenn man etwas über den Haufen wirft. Haufenweise oder häufig erscheinen, heißt das - oft und oft - existierend sein? aber - vielleicht nicht existent? Wie der Lattenzaun, mit Zwischenraum, um durchzuschaun.

Das Gleiche ist verschieden, schon insofern, als das eine und das andere ihm Gleiche irgendwie gesondert ist (und ohne diese Sonderung wäre es nur Eins, also nichts Gleiches, da "Ein Gleiches" gar nicht existiert), das Verschiedene ist gleich, schon sofern beides durch die auf beides sich beziehende Tätigkeit verknüpft ist, selbander, also beides ein Verknüpftes (Ineinander) ist. Darum verschwimmen aber nun beide Glieder keineswegs ineinander, so dass man einen Maßstab anzulegen hätte, durch den bestimmt würde, wie viel Gleiches Gleiches habe zwischen beiden Vorstellungen, und wie viel Verschiedenes; sondern wenn auch Gleichem immer schon irgendwie das Verschiedene anhaftet und umgekehrt, dem Ununterschiedenen beschieden scheint, so bildet mir doch eines ein bildliches Drehmoment vorauf, während ein Zweites (als sein Anderes entzweit davon) nur als voraus gesetztes Trigger im Substrat des ersteren (instantan und unzusammen) anschaulich erscheint.

Ich erinnere mich: entweder ein Pfeil ist und existiert (und er bewegt sich nicht), oder er fliegt und hat keine Existenz.

Im wechselständigen Widerspruch ("wenn wahr, dann falsch") schwebt oder oszilliert jetzt das Paradox, und zwar dadurch, dass "etwas" sei, was es sei, und dass es "wie etwas" ist und gerade dieses nicht ist (reziprok). Existieren Ösen zwischen Kontinuum und Diskretum, etymologische Figuren, worinnen man auf den Punkt nicht kommen kann, über den der Gedanke sprang: Wort für Wort umkreiselt punktum einen Göpel, der die Mühle dreht.

"Ein Hund kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei. Da nahm der Koch den Löffel und schlug den Hund zu Brei. Da kamen die anderen Hunde und gruben ihm ein Grab. Und setzten ihm ein'n Grabstein, worauf geschrieben stand: Ein Hund kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei ..." - in Becketts Godot aufgehoben, und im unablässigen Versuch, die Tapete von innen zu sehen und aus dem Vexierbild von Grund und Muster Muster zu lösen und beidem, dem Element und seiner Elimination, die Fäden aus dem Fadenschein zu ziehen, welcher nur die dem Beobachter zugewandte Seite der Dinge zur Sache - macht und tut.

REUTERS
Die Naturwissenschaft prägt das Weltbild in den westlichen Staaten. Hat Gott ausgedient? Kommt die Wissensgesellschaft vom Weg ab? Wie findet das Individuum seinen Platz in einer immer schnelleren und komplexeren Welt? In der "edition unseld" des Suhrkamp-Verlags definieren Forscher und Schriftsteller das Verhältnis zwischen Mensch und Forschung. Exklusiv für SPIEGEL ONLINE haben die Autoren ihre Bände, die im Buchhandel erhältlich sind, zu Essays verdichtet.

Editorial von Ulla Unseld-Berkéwicz
Noch einmal: Kann ich mir von unmöglichen Dingen eine Vorstellung machen? Ließen sich aus Wörtern auch Gedichte bilden, die gar nicht existieren können? Und meinen die Wörter dann, was sie tun? Unentwegt? Tun sie, was sie meinen, mitunter, ununterdessen oder auch? Und wie vermögen Gedichte sich in ihrer gegenstandlosen Welt umzutun? Was ist das für eine Gegend ohne Gegenstand? Wie gegenstandslos kann ein Gedicht eins sein? Wenden sich die Wörter von den Dingen ab oder drehen sie diese, Wort für Wort, ihrem Universum unumkehrbar zu? Bewenden sie, umkehrbar eindeutig, was sie in Wirklichkeit unentwegt tun, auch in Wahrheit? Und sind sie einander verwandt oder - verwendet bloß?

Machen Wörter Sachen, oder wirken sie, wodurch sie ihr Tun tun, vor allen Dingen und veruneinigen beide?

So führen die auch die Wörter Wort für Wort zu "nichts" (und wieder nichts); sie haben Kenntnisse und Namen ihrer Landschaft auch ohne Gegenstand, sie sind bezeichnend, und existieren unter den Umständen irgendwie der sie umringenden Dinge (wie Bedingungen).

Gehört es zum Wesen des Unvorstellbaren, dass es den Eindruck erweckt, aber nicht vermittelt? Gehört es zum Unwesen des Vorgestellten, dass es den Eindruck vermittelt, aber nicht erweckt?

Wörter ohne Sachen zeigen noch mehr Ungewohntes (als ihr Zuhause), sie taugen nicht dazu, sich der Dinge und Bezüge ihres Wissens zu versichern: Taube, die einander aus der Taufe hoben. Wie will ich mir einem Wort gegenüber herausnehmen, es bloß nach den mir zugewandten Sinnen zu verwenden oder mit anderen Worten zu verstehen?

Stets, diskret: Alles, was nicht ein ganzes Leben lang braucht, vergeudet es?

In Wegzusammenhängen, unentwegt und unumgänglich, verstrickten sich-in-sich: Wort für Wort in Wirklichkeit geraum, ungewahr, gezählt, ummauert (von einer Mauer ineinsfallender Gegensätze), und vielleicht kennt oder nennt keine Silbe die Zahl oder schon Unmenge folgender. Ein Wort allein existiert ja nicht, es insistiert, und es obliege einer Regel oder Höflichkeit des poetischen Tuns, alle, alles miteinander bekannt zu machen und ununterbrochen gegen unendlich vorzugehen, ja, aber ohne vorzurücken.

Stetig, beständig: Nichts, was nicht die ganze Zeit dauert, überdauert?

Korollar: Diskret ist, wenn alle Punkte offen sind.



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Seite 1
joschid 28.02.2009
1. Lewis Carroll
"There is no use trying," said Alice; "one can't believe impossible things." "I dare say you haven't had much practice," said the Queen. "When I was your age, I always did it for half an hour a day. Why, sometimes I've believed in as many as six impossible things before breakfast."
Wolfgang Jung 28.02.2009
2. Bahnhof
Ich versuche mir gerade den Bahnhof vorzustellen, wenn ich Bahnhof verstehe.
Wolfgang Jung 28.02.2009
3. Höpftbönnöff (James Krüss 1959)
Eine Zeitung für die Bienen, Die vor Jahren schon erschienen, Kennt man gut in Stadt und Land. Aber dass die Küchenschaben Auch schon eine Zeitung haben, Das ist weniger bekannt. Täglich liest man dort Nur das eine Wort: Höpftbönnöff! Bei den dummen Küchenschaben Gibt es manchen klugen Knaben Der verschiedene Sprachen spricht. Das sind hochgescheite Wesen, Aber schreiben oder lesen Können Schaben leider nicht. Schreiben sie was hin, Gibt es keinen Sinn: Höpftbönnöff! Als die Schaben ihre Zeitung Gründeten mit viel Bedeutung, Gingen sie zur Druckerei. Und sie sagten: "Druckt uns heute Eine Zeitung, liebe Leute! Was ihr druckt, ist einerlei." Sie verschwanden dann. Und so druckte man: Höpftbönnöff! Niemand von den Küchenschaben, Welche eine Zeitung haben, Kann sie lesen und verstehn. Trotzdem kaufen sie sich Brillen, Und dann tun sie ganz im Stillen, Als sei Lesen wunderschön. Doch in Wirklichkeit Steht dort groß und breit: Höpftbönnöff! Wenn die Bien oder Mücken In die schabenzeitung blicken, Lachen sie sich krumm und schief. Aber wenn die die Küchenschaben In der Hand die Zeitung haben, Dann bewundern sie sie tief. Voll Bewunderung Lesen sie mit Schwung: HÖPFTBÖNNÖFF! "Komische Viecher, diese Schaben", sagte ich. "Was mag das Wort Höpftbönnöff bedeuten, Urgroßvater?" "Wahrscheinlich sollte es Hauptbahnhof heißen, Boy! Aber du kannst dir wohl denken, dass Küchenschaben sich unter einem Hauptbahnhof schwerlich etwas vorstellen können. Man muss die Dinge erlebt haben, über die man spricht. Sonst sind die Wörter so leer und komisch wie deine Hose und dein Hemd da auf dem Stuhl." "Dann sind die Wörter ja Kleider, mit denen man die ganze Welt anzieht, Urgroßvater!" "Jawohl, Boy, so ungefähr ist es. Aber durch die sprache wird sie so gesittet und ordentlich wie du durch deinen Anzug."
de.nada 28.02.2009
4. Experimentelle Reflexion
Zitat von sysopKann man sich von unmöglichen Dingen eine Vorstellung machen? Auf der Suche nach einer Antwort streift Oswald Egger in einem Essay Poesie, semantische Paradoxa und die Philosophie. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,609946,00.html
Das ist, denke ich, mehr als nur gestriffen. Er versucht es wie einen Versuch aussehen zu lassen die Bereiche auch verbinden zu wollen ohne zu wissen wofür und warum, und, ob das wie gelungen ist, bleibt als ungefragte Frage schwebend. ;) Heißt dieser Stil nicht "experimentelle Lyrik" ? Aber wer weiß schon ob er das wissen will. Erinnert ein bisschen an Bob Ross, den Fernsehmaler der kein Künstler sein wollte, was er auch sicher nicht war. Der wird ja sehr unterschiedlich bewertet und beschrieben. Leute die von Kunst etwas verstehen lehnen es als Kitsch ab, und Leute die von Kunst nichts verstehen nennen es Kunst. Weil sie aber von Kunst nichts verstehen, können sie nicht sagen welche Kunstrichtung das den sein soll. Ich habe mir als Kompromiss mal "Refleximpressionist" gedacht, das ist zwar keine Kunst, klingt aber so.
d01phi 28.02.2009
5. Gähn...
Ein beliebter Sport unter Philosophen ist, seinen Kopf gegen sprachliche Mehrdeutigkeiten und Paradoxa zu schlagen, bis es weh tut - dem Philosophen selber, aber auch dem Leser. Ein weiteres Beispiel ist Oswald Egger. Die moderne Neurowissenschaft und die Informatik liefern die Einsichten, die helfen, ohne Gefahr für die geistige Gesundheit mit diesem Kram umzugehen: 1. Das Gehirn ist ein mannigfaltig verschalteter Apparat aus verschiedensten recht spezialisierten Funktionseinheiten. Eine davon ist eine reflektierenden Einheit, die die Selbstwahrnehmung generiert, und deren Wesen m.e. das letzte verbliebene Mysterium der Philosphie ist. Dass es sich hierbei mindestens teilweise um eine physische Einheit handelt, zeigt sich bei Hirnverletzungen und bei der Narkose - die Selbstwahrnehmung wurde physisch außer Kraft gesetzt, man ist bewusstlos. Dass es vielleicht zusätzlich noch etwas anderes ist, darauf könnten Ergebnisse der Parawissenschaften hindeuten. 2. Zu den Fähigkeiten des Gehirns zählt das Bilden von logischen Schlussfolgerungsketten, sowie das Umwandeln von externer Information (Sprache, Schrift) in die "interne Darstellung". Diese Umwandlung ist meist nicht exakt, sondern hängt u.a. vom aktuellen internen Zustand des wahrnehmenden Gehirns ab. 3. Es gibt externe Darstellungen von Information, die, wenn man sie einer virtuellen Maschine - oder einem Hirn mit den unter 2. beschriebenen Fähigkeiten - verabreicht und auf START drückt, zu einer unendlichen Rekursion o.ä. führt. Dies bringt den Computer zum Stack-Overflow, den Menschen nach längerem Nachdenken zu Frustration und der Erkenntnis, dass hier die Logik versagt. Der Job des Informatikers ist es, festzustellen, dass es sich hier um einen Bug im Programm oder eine Eingabe für das Programm handelt, die zum Overflow führt. Sprachphilosophen hingegen machen unbeirrt weiter, faseln von Mysterien und schwelgen in wabernden semantischen Assoziationswolken, wo es eine systembedingte Notwendigkeit gibt. Andere Zweige der Philosophie versuchen axiomatische Regeln aufzustellen, womit sich Paradoxa vermeiden lassen. Dass das nicht geht, hat uns Kurt Gödel gezeigt.
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